Was ist eigentlich ?

 LiPo Akkus, BL-Motoren, BL Regler, Übersetzungen etc. für ferngesteuerte Modellautos - Schlaue Dinge, die helfen, wenn man sie weiss

1.) Was wird benötigt !

2.) Selbstbau, RTR, was gibt es eigentlich ?

3.) LiPo Akuus, LiPo Test, Schäden erkennen !

4.) 1S,2S...1P,2P 25C,30C.. was bedeutet das

5.) Ladegeräte, worauf muss ich achten !

6.) Bushless Combo berechnen !

7.) Verkabelung und Stecker  !

8.) Motorpole, Inrunner, Outrunner Brushless Motor !

9.) Was ist überhaupt ein Brushless Motor ?

10.) Was ist eigentlich ein BEC ?

11.) Regler Programieren, Drag Brake, Punch usw ?

12.) Regler anlernen

13.) Ritzel, Module, Ritzelspiel, Übersetzung


"Diese Fachwortfibel soll auf möglichst einfache Art und Weise Dinge klären und erklären, die man für den RC-Car Modellsport bzw. Modellbau wissen sollte. Sie erhebt nicht Anspruch darauf, dass alle Erklärungen wissenschaftlich 100%ig korrekt ausgeführt sind, sondern darauf, brauchbare Informationen zu liefern, die man auch dann versteht, wenn man kein Physikstudium absolviert hat. Wir verzichten nach Möglichkeit auf Fremdwörter, oder erklären sie, wenn sie unvermeidbar sind. Viele Begriffe kommen aus dem Englischen - es ergibt sich also oft ein ""Denglisch"", mit dem man umgehen muss, weil kaum Hersteller für den deutschen Markt produzieren, sondern für den internationalen Markt. Deshalb sind Bezeichnungen auf Englisch unvermeidbar und um Längen besser, als auf Chinesisch, Japanisch oder Koreanisch... Diese Fibel ""lebt"", entwickelt sich also weiter. Gestellte Fragen und neue Gedanken fliessen nach und nach in die Fibel ein."                                                    
Wir haben diese Fibel wie ein FAQ (frequently asked questions - häufig gestellte Fragen) aufgebaut.                         
                                                        
Werkzeuge

Welche Werkzeuge brauche ich, um ein RC-Car Modell zu bauen und zu warten?
                                                
Grundsätzlich benötigt man einen Standardwerkzeugsatz aus: Printzange (extrem scharfer und feiner Seitenschneider), Schraubendreher (Kreuzschlitz und/ oder Inbus 1,2, 2,0, 2,5 und 3,0 mm, eine Spitzzange und einen Satz Aussensechskantschraubendreher 3,2, 4,0, 5,0, 5,5, 6,0 und 7,0 mm, ein kleines Cuttermesser (vorzugsweise mit Stahlgehäuse und Abbrechklingen), Lexanschere, Karosseriebohrer und eine nicht allzu feine Pinzette. Zur Wartung und Reinigung macht ein Pinsel Sinn. Ausserdem macht eine kleine Schraubenschale (wenn möglich magnetisch) die Arbeit leichter, weil man nicht mehr auf dem dunklen Teppich dunkle Schrauben sucht...                                            
    
noch etwas?    

Gibt es noch etwas, was ich zum Aufbau, Umbau, Tuning, zur Wartung oder Reparatur meines RC-Cars brauche?    
    
                                        
"Zusätzlich zu vernünftigem Werkzeug benötigt man eigentlich immer: Kabelbinder (möglichst fein), doppelseitiges Gel- oder Schaumtape (zur Montage von Regler und Empfänger), Schrumpfschlauch (bei Goldsteckern zur Isolierung), einen Lötkolben (min. 50 Watt), Lötzinn (wenn man nicht die fertig verdrahtete Serienmotorisierung benutzt) und sinnigerweise eine ""dritte Hand"" (man hat eben nur zwei...) und möglicherweise eine Lesebrille. Ausserdem ist es sinnvoll, Differntialfett, verschiedene Differentialöle und Schraubensicherung (leicht bis medium) vorzuhalten."
                                                
Erster Selbstbau    

Was muss ich beachten, wenn ich mein erstes RC-Car Kit selbst baue?    

                                            
Egal, ob ABC-Alarm, oder der erste RC-Car-Bau: Ruhe bewahren! Es sieht alles immer viel schlimmer und schwieriger aus, als es ist. Zuerst Bauanleitung suchen, aufschlagen, lesen! Danach gemäss Bauanleitung schrittweise und in Ruhe bauen. So lernt man sein späteres Modell kennen, bevor man es zum ersten Mal (kaputt-) fährt. Man weiss, wie es aufgebaut ist und wie es funktioniert. Scheinbar komplizierte Mechanik verliert so ihren Schrecken. Irgendwo geht´s los. Man baut sein erstes Differential, lernt wie es funktioniert, baut Stossdämpfer und so weiter. Klar ist es schwierig, ein RC-Car für das eigene Kind zu bauen, während es ungeduldig daneben sitzt, darin rumfummelt, Teile verbummelt und einem tierisch auf den Sack geht... Deshalb rein ins Kämmerlein, Tür zu, DMAX an und alles wird gut und wahrscheinlich auch schnell. Hat man erst etwas Übung, ist auch der eigene Spross, für den man natürlich der Mechaniker ist, in einiger Nähe zu ertragen. Schritt für Schritt und in aller Ruhe, so geht´s und das ist auch schon der wichtigste Tip. Alles Andere steht in der Bauanleitung.                                                
Wenn´s klemmt, hilft der Händler des Vertrauens gerne weiter (wenn nicht, weiss man, dass das Vertrauen verfrüht investiert wurde und man nochmal suchen muss...) oder der Händler bietet einen Bau- und Reparaturservice an, der zwar nicht kostenlos ist, aber ein perfektes Ergebnis liefert. Optimal bleibt aber der Selbstbau.    

                                            
RTR oder Kit?    

Was ist besser? RTR (Ready To Race - also komplett fertig aufgebaut) oder Kit (Bausatz)?
                                                
Wie oben beschrieben, ist der Selbstbau eines Kits die erste Wahl. Zwei linke Hände mit 5 Daumen je Hand machen das aber verständlicherweise schwierig (überspitzt dargestellt, aber theoretisch möglich). Nebenbei: Es gibt gute Schrauber, die nicht fahren können und gute Fahrer, die nicht schrauben können! RTR scheint dann attraktiv. Dennoch muss man auch bei RTR Modellen Hand anlegen. Alle Schrauben sind bereits an ihrem Platz, könnten aber locker sein. Um nicht während der ersten Fahrt massenhaft Schrauben zu verlieren, muss ihr fester Sitz kontrolliert werden. Gegebenenfalls muss nachgezogen werden. Wer Lust auf Technik hat, kauft ein Kit. Einige pfiffige Händler bieten Kits in RTR Ausstattung an. Alles ist dabei, vom Modell über die Fernsteuerung, den Motor, den Regler, den oder die Akkus, das Lenkservo und das Ladegerät. So kann Mann sich entfalten, ohne zu leiden. Ein Wochenende lang wird gebaut getestet, kontrolliert und schliesslich gefahren. Verständnisvolle oder gleichgültige Ehefrauen sind hier als Kapital zu betrachten, verständnisfreie Ehefrauen im Zustand akuter Familiensucht als... Besser ist, was einem besser gefällt.                                                
Fahrzeugarten    Es gibt sehr unterschiedliche Arten von RC-Cars (RC: radio controlled - funkferngesteuert) in verschiedenen Massstäben, die sich optisch wie funktionell stark unterscheiden. Hier die gängigsten:
                                                
Buggys    Buggys    

                                            
Buggys sind leichte und schnelle Offroad Fahrzeuge mit Heck- oder Allradantrieb, deren äussere Erscheinung an Eigenbaufahrzeuge aus Wüstenrennen erinnert. Sie haben bei schmaler, teilweise phantasievoll gestalteter Karosserie eine breite Spur und sind flach gebaut, haben aber trotzdem relativ grosse Federwege, was ihnen auf rauher Piste eine gute Fahrstabilität verleiht. Normalerweise sind sie mit nicht allzu breiten Reifen mit grobem Reifenprofil bestückt, was ihnen bei relativ geringem Gewicht eine gute Traktion bietet. Mit Buggys kann man auch auf kurvenreichen und sehr unebenen Strecken schnell fahren und beachtliche Sprünge absolvieren. Sie sehen realen Buggys und Autos nicht unbedingt ähnlich. Durch ihr relativ geringes Gewicht sind sie sehr robust und halten sehr hohe Belastungen aus.
                                                
Truggys    Truggys    

                                            
Truggys ähneln vom grundsätzlichen Aufbau her Buggys, sind aber mit deutlich grösseren und breiteren Rädern ausgerüstet, was ihnen mehr Bodenfreiheit bietet und haben breitere Querlenker. An Stelle der schmalen Buggy Karosserie werden bei Truggys grössere und meist auch etwas breitere Karosserien verbaut, die amerikanischen Pkw Trucks (Pickup, SUV etc.) ähneln und wie bei Buggys, die Räder vollständig frei lassen. Truggys sind, bedingt durch die grösseren Räder schwerer als Buggys, aber ähnlich schnell. Mit ihnen kann in schwerstem Gelände ein Rennen gefahren und riesige Sprünge absolviert werden. Trotz ihres höheren Gewichtes sind Truggys sehr robust. Die frei stehenden Räder an langen Querlenkern und ihrer grosse Masse führen jedoch bei hartem Aufprall gelegentlich zu Reparatur- und Ersatzteilbedarf.
                                                
Monstertrucks    Monstertrucks    

                                            
Monstertrucks ähneln Truggys, sind aber massiver aufgebaut und damit auch schwerer. Sie haben durch noch längere Stossdämpfer in Verbindung mit den ebenso grossen Rädern eine noch grössere Bodenfreiheit als Truggys. Dem Gewicht geschuldet, sind Monster Trucks bei hoher Geschwindigkeit etwas träger, als Truggys und auch weniger schnell. Es werden meistens Pickup Karosserien verbaut, die deutlich höher montiert werden, als bei Truggys. Sie ähneln den bekannten realen Monster Trucks stark, haben aber im Verhältnis eine breitere Spur und im Gegensatz zu realen Monster Trucks an Stelle von Starrachsen normalerweise Einzelradaufhängungen vorn wie hinten. Die breitere Spur ist notwendig, damit sie bei ihrer möglichen Geschwindigkeit nicht so schnell umkippen. Extremer Geländeeinsatz führt schon etwas öfter zu kleineren oder grösseren Schäden. Mit ihnen kann man ebenfalls Offroad Fahrten und Sprünge absolvieren.
                                                
Crawler    Crawler (Kriecher?!) auch Rock Crawler    

                                            
Crawler sind Fahrzeuge, die zum klettern gedacht sind. Sie meistern anspruchsvollste Gelände bei geringer Geschwindigkeit. Sie lösen ihre Aufgaben nicht mit Hilfe von Geschwindigkeit, sondern mit Traktion. Sie verfügen an beiden Achsen entweder über keine, oder gesperrte Differentiale, damit alle Räder Vortrieb bieten, die gerade den Boden berühren. Diese Fahrzeuge sind üblicherweise mit Starrachsen ausgestattet, die sich gegeneinander extrem verschränken können. Sehr lange, weiche Stossdämpfer mit riesigen Federwegen und Achsaufhängungen an Druck- und Schubstangen gewährleisten dies. Sie sind so leicht, wie möglich gebaut und haben einen möglichst tiefen Schwerpunkt, damit sie bei extremer Schräglage, Steigungen oder Gefällen nicht kippen. Zum fahren genügt ein Haufen Steine. Mit einem Crawler und etwas Geduld schafft man mit ihnen so ziemlich alles, ausser einer schnellen Fahrt.
                                                
Scaler    Scaler (Scale: Massstab)
                                                
Scaler sind Fahrzeuge, die für den on- oder offroad Bereich gedacht sein können und möglichst genau realen Autos nachempfunden sind. Sie sind meist liebevoll und sehr detailgetreu aufgebaut. Fahrerfiguren und Details wie Wagenheber, eine Campingausrüstung, feine Türgriffe oder Scheibenwischer, Chromstossstangen etc. sieht man hier sehr oft. Der Fantasie von Scaler-Erbauern sind kaum Grenzen gesetzt. Von leuchtenden Scheinwerfern über blinkende Blinker bis zur Armaturenbeleuchtung oder einer vollständigen Lederausstattung im Fahrzeuginnenraum ist alles möglich. Auch die Fahrzeugtechnik ist den Originalen möglichst genau nachempfunden. Hier findet man von der Einzelradaufhängung bis zur Starrachse alles, was die grossen Vorbilder auch haben. Technische Funktionen von ferngesteuert sperrbaren Differentialen bis hin zu höhen- und härtenverstellbaren Fahrwerken wurden schon realisiert. Das Spektrum wird durch die technischen Fähigkeiten seiner Erbauer begrenzt. Weil es so viel Arbeit ist, Scaler anspruchsvoll zu bauen, sieht man sie äusserst selten in Rennen, sondern mehr bei Trialfahrten. Den jeweiligen Fahrer erkennt man an seinem schmerzverzerrten Gesicht, wenn das Modell umfällt.    

                                            
Glattbahner    Glattbahner    

                                            
Wie der Name diesmal eindeutig sagt, sind diese Fahrzeuge für den Betrieb auf glattem Untergrund, wie z.B. Asphalt gedacht. Sie können mit Heck- Front- oder Allradantrieb ausgerüstet sein und erreichen entsprechend ihrer Motorisierung erhebliche Geschwindigkeiten. Sie liegen sehr tief, haben also wenig Bodenfreiheit und recht hart ausgelegte Fahrwerke, um hohe Kurvengeschwindigkeiten zu ermöglichen und um zu verhindern, dass Glattbahner umkippen. Allradantriebe können mit Kardan- oder Zahnriemenantrieb realisiert sein. Es gibt Glattbahner als Formel- und Tourenwagen oder als sehr gut nachempfundene Alltags- und Traumwagen.  
                                                
Drifter    Drifter (naja, Gleiter/ Rutscher?)
                                                
Drifter sind Glattbahner mit geringfügigen Änderungen, die aber notwendig sind, um anständig driften zu können. Zunächst haben Drifter sehr harte Räder, die wenig bis gar keinen Grip (Bodenhaftung) aufbauen können. Dadurch sind Drifter kaum in der Lage, eine Kurve normal zu durchfahren. Sie werden immer und um jede Kurve rutschen oder schleudern. Um einigermassen kontrolliert driften zu können, sollte bei der Veränderung eines Glattbahners zum Drifter zusätzlich das Differential der Hinterachse zu 100% gesperrt und zum Vorderradantrieb hin ein Freilauflager eingebaut werden. Nach einiger Übung ist man in der Lage, spektakuläre Kurvenfahrten zu meistern. Wegen der geringen Bodenhaftung werden Drifter nicht sehr schnell, das heisst, man benötigt zum Fahren keine Riesenfläche. Auch die Motorisierung muss nicht sehr stark ausgelegt sein, denn die Räder von Driftern drehen beim Fahren sowieso permanent durch. Hier kommen nach wie vor Bürstenmotoren (brushed) und -regler zum Einsatz.    

                                            
LiPo-Akkus    Was gibt es über LiPo-Akkus zu wissen?    

                                            
Es gibt natürlich nicht nur LiPo Akkus, aber LiPos sind in vielerlei Hinsicht die erste Wahl für RC-Car Fahrer, denn sie speichern sehr viel Energie und sind in der Lage, diese Energie extrem schnell wieder abzugeben, ohne dabei Schaden zu nehmen. Einige Dinge sollte man aber über LiPos wissen, damit man die Vorteile richtig nutzen kann und nicht unter den Nachteilen leiden muss.                                                 
Grundsätzlich sind LiPo-Akkus empfindlich und nicht unbedingt unbedenklich. Sie sind gefährdet, wenn sie überladen werden (verhindert das Ladegerät), wenn sie tiefentladen werden (verhindern LiPo-Warner) und wenn sie unter 0°C oder über 60°C gelagert werden. Wenn ein LiPo Akku, der Raumtemperatur (also etwa 20°C) hat, bei Temperaturen unter 0°C benutzt wird, kann es zu Beschädigungen kommen, wenn er zuvor z.B. im Winter im Auto auskühlt. Beim Betrieb erwärmt er sich durch die Entladung, sodass er nicht weiter auskühlt. Also geladene Akkus weder im Winter, noch im Hochsommer im kalten bzw. sehr warmen Auto lassen. Bei längerfristiger Lagerung über mehr als 2 - 3 Wochen hinaus sollten LiPo Akkus etwa zu 80% geladen an einem kühlen Ort (> 0°C) gelagert werden. LiPo Akkus haben, je nach Qualität maximal bis zu 350 Ladezyklen zur Verfügung. Jede Ladung, auch auf Lagerspannung, ist ein Ladezyklus.                                                
Wenn ein LiPo Akku während des Ladevorgangs kaputt geht, kann es zu einer Verpuffung oder sogar zu einem Brand kommen. Begünstigt wird dies durch Schnelladen (Amperezahl höher als die Akkukapazität). Deshalb LiPo Akkus nicht unbeaufsichtigt laden und die Akkus beim Laden in eine spezielle LiPo Sicherheitstasche legen (gibt´s schon für etwa € 5,-- im Handel). Wenn ein geladener LiPo-Akku kaputt geht, kann es ebenfalls zu Kolateralschäden kommen. Es empfielt sich, geladene LiPo-Akkus in einer geeigneten Tasche aufzubewahren, bis sie wieder verwendet werden. Zudem schützen LiPo-Bags (LiPo-Taschen) vor mechanischen Beschädigungen.                                                
Entladene Akkus sollten keinesfalls länger als 3 Tage gelagert werden. Konstruktionsbedingt können sie dann grossen Schaden nehmen und unbrauchbar werden.
                                                
LiPo-Tester    Kann ich den Zustand meiner LiPo-Akkus prüfen?    

                                            
Ja, kann ich. Dazu gibt es sogenannte LiPo-Tester. Man steckt das Balancer-Kabel (mehrpoliges Kabel mit einem kleinen, weissen Stecker), wie durch das Messgerät vorgegeben an den LiPo-Tester und schon kann man den aktuellen Ladezustand mit Angabe der Restkapazität in % jeder Akkuzelle auslesen. Dabei ist weniger der Ladezustand interessant (ausser natürlich, man hat kurz zuvor voll aufgeladen, ist nicht gefahren und das Gerät zeigt weniger als 95% Restkapazität der Zellen an), als viel mehr die so genannte Zellendrift. Nach dem Laden und ausbalancieren der Zellen, sollten die einzelnen Akkuzellen bis auf zehntel- oder sogar hundertstel Volt gleich geladen sein. Sind sie das nicht, sollte man zum Modellbauhändler des berechtigten Vertrauens gehen und ihm das Messergebnis schildern, bzw. den Akku zur Messung vorlegen. An starker Zellendrift innerhalb kurzer Zeit nach dem Ladevorgang kann man entstehende Akkuschäden erkennen.    

                                            
Schäden erkennen    Kann ich Schäden an meinen LiPo-Akkus erkennen?
    

                                            
"Wenn ein LiPo-Akku mechanisch beschädigt ist, kann man das nicht übersehen. Schlägt er Leck, hat also ein Loch, dann reagieren die Stoffe im Akku mit Sauerstoff und es kommt zu starker, stinkender Qualmentwicklung, zu einer Verpuffung, oder zu einem Brand. Das ist schon einmal einfach zu erkennen. Ein weiteres, untrügliches Zeichen für einen Akkuschaden ist ein sich aufblähender Akku. Sieht man, dass er sich auch nur leicht aufbläht, dann sollte der Akku nicht mehr geladen, oder gefahren werden, denn dann steht sein Ende unmittelbar bevor und man möchte sein RC-Car nicht wirklich brennen sehen, oder? Bei ""Hardcase""-Akkus (mit festem Gehäuse) erkennt man das Aufblähen zunächst nicht, aber auch diese Akkus zeigen, wenn sie sterben, eine gewisse Aufblähung. Ansonsten ist ein o.g. LiPo-Tester sehr geeignet, um zu erkennen, was im Inneren des Akkus vorgeht."

                                                
2S, 3S, 6S?    Was bedeutet 2S, 3S, 6S…?     

                                           
S =    Anzahl der Akkuzellen zu je 3,7 Volt (Nennspannung), seriell (also in Reihe) geschaltet        
                                    
(seriell: die Voltzahl addiert sich, die Amperezahl bleibt gleich)


                                            
Beispiele:  

                                             
2S =    2 x 3,7 V = 7,4 V                                            
3S =    3 x 3,7 V = 11,1 V                                            
6S =    6 x 3,7 V = 22,2 V    


                                        
1P/ 2P/ 3P?    Was bedeutet 1P? (wird oft übersehen, ist aber für die Auswahl von LiPo-Akkus sehr wichtig)        


                                        
4S1P    4 Zellen seriell, 1 Reihe parallel, also 4 Zellen in einer Reihe 

                                           
Beispiele:                                 

               
4S1P    5000 mA    4 Zellen je 5000 mA in einer Reihe                                        
4S2P    5000 mA    4 Zellen je 2500 mA in einer Reihe, 2 Reihen parallel geschaltet, also tatsächlich 8 Zellen    

                                    
6S3P    6000 mA    6 Zellen je 2000 mA in einer Reihe, 3 Reihen parallel geschaltet, also tatsächlich 18 Zellen                                        
Viele Zellen bedeuten viele Fehlermöglichkeiten! Wenn eine einzige Zelle versagt, ist der Akku meistens nicht zu retten!    


                                            
30C/ 40C/ 50C?    Was bedeutet 30C?


                                                
C =    C bedeutet capacity, also die Kapazität des Akkus in mA (Milliampere) bzw. A (Ampere)                                            
30 =    der Faktor für den maximalen Entladestrom.                                            
30C    gibt also an, mit welchem Faktor die Nennkapazität multipliziert werden kann, um den maximalen Entladestrom zu berechnen    

                                        
Beispiele:      

                                         
30C/5000mA (also 5A)         

30 x 5A = 150 A        maximaler Entladestrom (wichtig für Motor und Regler)                        
                                                                                           
Zellenspannung    Welche Zellenspannung sagt was aus?     

                                           
4,2 V    die Zelle ist voll aufgeladen            

Mit Hilfe eines LiPo-Testers kann man die Spannung der einzelnen Akkuzellen messen   

                             
3,8 V    die Zelle hat Lagerspannung    
        

und so den Zustand ermitteln. Nach dem Laden müssen die Zellen ausbalanciert sein,     

                         
3,0 V    die Zelle ist entladen      
     

also nahezu dieselbe Spannung haben.    

                            
LiPo Akkus  nur zu ca. 80% entladen, da die Spannung zum Ende der Entladung stärker abfällt. Zu tiefes Entladen zerstört die LiPo-Zellen. Möglichst mit einem LiPo-Warnern fahren, denn sie überwachen die Spannung der einzelnen Zellen und schlagen Alarm, bevor ein teurer Akkuschaden entsteht.  
   

                                         
2 Akkus    

Was bewirken 2 Akkus (zwei gleiche Akkus), wenn man sie gleichzeitig einsetzt?    
                                            
Am Beispiel von 2S - 5000 mA:  

                                            

2 St. parallel angeschlossen:            7,4 V - 10 A:        viel mehr Fahrtzeit bei gleicher Geschwindigkeit                            
2 St. seriell angeschlossen:            14,8 V - 5 A:        gleiche Fahrtzeit bei viel mehr Geschwindigkeit      

                     

Voltzahl        steht für die mögliche Geschwindigkeit                                       

Amperezahl        steht für die mögliche Fahrtzeit     

                                   
Während sich bei unterschiedlicher Verschaltung von LiPo-Akkus entweder die Voltzahl oder die Amperezahl ändert, so ändert sich bei egal welcher Art der Verschaltung niemals die C-Rate. Zwei 30C Akkus mit einander verschaltet, haben noch immer 30 C.

    
                                            
Leistung Ladegerät    

Welche Rolle spielt die Wattzahl bei der Auswahl von Ladegeräten?

    
                                            
Es gibt LiPo-Ladegeräte unterschiedlicher Klassen und Leistungsfähigkeiten. Man kann meistens eine Stromstärke von 7 Ampere und mehr einstellen und so die vorhandenen Akkus mit der gewünschten Kapazität laden. Die tatsächlich mögliche Ladestromstärke richtet sich allerdings danach, wieviel Watt Leistung Ladegeräte haben.  Bitte beachten: 1 Watt = 1 VxA - Hier ein Paar Beispiele der jeweils maximal möglichen Ladestromstärke in A (Ampere): 

Wie schon weiter oben beschrieben, lädt man LiPo-Akkus mit ihrer eigen Kapazität auf, also einen 5200 mAh Akku mit 5,2 Ampere. Bei Eingabe der Zellenzahl ergibt sich automatisch die entsprechende Voltzahl. Oben kann man erkennen, welche maximale Amperezahl bei Ladegeräten mit der genannten Wattzahl möglich ist. Wenn man zB. an einem 80 Watt Ladegerät für einen 5200 mAh 4S Akku 5,2 A einstellt, dann lädt es mit maximal 4,76 Ampere. Dies bedeutet, dass der Akku nicht innerhalb einer Stunde voll aufgeladen sein kann. Es dauert etwas länger.

                                                
BL Motor/ Regler    

Wie bemesse ich BL Motor, Regler und LiPo Akku?    

                                            
Hier gibt es eine ungeschriebene Regel (die wir hier trotzdem mal aufschreiben):                                                
Stromaufnahme Motor + 20% = Mindestbelastbarkeit Regler                                                
Belastbarkeit Regler + 20% = Mindestentladefähigkeit Akku  

                                             
Beispiele:                  

                         
Stromaufnahme BL Motor:            100 A    20%    Stromaufnahme BL Motor:        85    A - hier eingeben                
Mindestbelastbarkeut Regler:            120 A    20%    Mindestbelastbarkeit Regler:        102    A                
Mindestentladefähigkeit Akku:            144 A        Mindestentladefähigkeit Akku:        122,4    A    

            
Höher belastare Regler und Akkus mit höherer Entladefähigkeit können ebenso verbaut werden. Sie bieten noch grössere Reserven, sind aber normalerweise auch teurer.    


                                            
Welchen Regler brauche ich, wenn ich die max. Stromaufnahme des Motors nicht kenne?    


                                            
Völlig ohne Leistungsangabe kann man nichts berechnen. Oft ist aber eine Leistungsaufnahme bzw. -abgabe erwähnt. Leider gibt es keine Regel oder Norm, welche Angaben die Motorenhersteller nun liefern müssen. Deshalb tun sie, was sie wollen. Es kann die Leistungsauf-nahme oder die Leistungsabgabe in Watt angegeben sein, ohne dass ersichtlich wäre, was gemeint ist. Deshalb gilt hier Vorsicht.     

                                            
Beispiele:


                                                
Leistungsangabe in Watt:            1000 W        immer davon ausgehen, dass das die max. Strom- oder Leistungsaufnahme ist                            
vorgesehene Spannung:            8 Volt        2S Akku unter Last, direkt nach Inbetriebnahme                            
                                                        
benötigte Reglerleistung:            1000 VA    =    125 A    (hier ist die 20% Sicherheit bereits enthalten)                        
                    8 V                                    
                                                        
Leistungsangabe in Watt:            2000 W        immer davon ausgehen, dass das die max. Strom- oder Leistungsaufnahme ist                            
vorgesehene Spannung:            16 Volt        4S Akku oder 2x2S Akkus unter Last, direkt nach Inbetriebnahme                            
                                                        
benötigte Reglerleistung:            2000 VA    =    125 A    (hier ist die 20% Sicherheit bereits enthalten)                        
                    16 V                                    
                                                        
Leistungsangabe in Watt:            3000 W        immer davon ausgehen, dass das die max. Strom- oder Leistungsaufnahme ist                            
vorgesehene Spannung:            24 Volt        6S Akku oder 2x3S Akkus unter Last, direkt nach Inbetriebnahme                            
                                                        
benötigte Reglerleistung:            3000 VA    =    125 A    (hier ist die 20% Sicherheit bereits enthalten)                        
                    24 V    

                                
Stromkabel    Muss ich bei der Auswahl der Stromkabel etwas beachten?    

                                            
Oh ja, das muss ich! Etwas oberhalb ist beschrieben, dass LiPo-Akkus erhebliche Mengen Strom bereitstellen können, sofern die BL-Combo sie benötigt. Zwischen Akku und Regler fliessen Ströme, dass es raucht…, oder besser nicht. Hat man eine starke BL-Combo und einen Akku, der schon mal 150 Ampere und mehr zu liefern im Stande ist, dann fliesst etwa 10 bis 15 Mal so viel Strom, wie eine Sicherung im Haussicherungskasten aushält! Es sind also entsprechende Stromkabel gefragt. Auf keinen Fall sollten Kabel mit PVC Isolierung verwendet werden. Schon ab 55°C Leitertemperatur härtet die Isolierung aus und wird brüchig. Ein Kurzschluss bei einem Stromfluss von 150 Ampere und mehr brennt die Elektronik oder sogar das ganze Modell ab. Silikonisolierungen sind flexibel und temperaturfest. Der Kabelquerschnitt sollte je nach Stromfluss bei 4 mm² oder darüber liegen. Werden zwei Akkus in Reihe geschaltet, kann ein noch grösserer Kabelquerschnitt notwendig sein. Der Modellbauhändler kann hier helfen (oder sollte es wenigstens können).

                                                
Stromstecker    Was ist bei der Auswahl der Stromstecker wichtig?

                                                
Es gibt verschiedene Strom- und Hochstromstecker im Handel. Beispielsweise werden gelbe TX-Stecker (max. 60 A), rote so genannte T-Plugs (bis 100 A) oder vergoldete runde Ganzmetallstecker (je nach Durchmesser unglaubliche Durchleitfähigkeit - früher Bana-nenestecker genannt) angeboten. Ein falsch, also zu schwach bemessener Stromstecker kann unter Last schmelzen und so zum Kurzschluss führen, der das Modell, die Akkus oder den Regler zerstören kann. Besser zu gross, als zu klein gilt hier. Kleiner als der Kabelquerschnitt sollten die Stecker nicht sein. Dicke Kabel, die jede Menge Strom leiten können, an zu kleine Stecker gelötet, helfen nicht. Das schwächste Glied bestimmt, was geht!                                                
kV/ UV bei BL?    Was bedeutet bei BL Motoren kV bzw. bei manchen Herstellern UV?                                                
kV =    Umdrehungen / Volt        also wieviele Umdrehungen der Motor je Volt der anliegenden Stromspannung liefert

                                    
Beispiele für einen Motor mit 2200 kV:                                                
2S =      7,4 V =    16280    U/ Min.                            

3S =    11,1 V =    24420    U/ Min.        die rechnerisch mögliche Motordrehzahl kann höher sein, als das Motor- oder Reglerlimit (max. Taktfrequenz), also technische Daten beachten!                           

4S =    14,8 V =    32560    U/ Min.                                   

5S =    18,5 V =    40700    U/ Min.                                   

6S =    22,2 V =    48840    U/ Min.

8S =    29,6 V =    65120    U/ Min.        

                                       
In-/ Outrunner?    Was sind Inrunner oder Outrunner?


                                                
Inrunner, auf Deutsch Innenläufer:

die Motorwelle dreht sich in einem vollständig geschlossenen Motorgehäuse                                           

-    sehr hohe kV-Werte möglich, also hohe Motordrehzahlen                                           
-     meist hohe Stromaufnahme                                            
-    üblich in Automodellen    


                                        
Outrunner, auf Deutsch Aussenläufer:

                                                
die Motorwelle ist fest mit einem magnetischen Drehring/Gehäuse verbunden, der sich um die am Modell fest montierte Motorwicklungen dreht        
                             

-    niedrige kV Werte, also im Vergleich zu Inrunnern geringere Motordrehzahlen                                           

-    sehr viel Drehmoment und damit sehr viel Kraft                                            
-    meist geringe Stromaufnahme                                            
-    üblich in Flugmodellen        

                                    
Motorpole?    


Wie wirkt sich die Anzahl der Motorpole aus?    

                                            
Brushlessmotoren sind Drehstrommotoren. Je mehr Pole ein Motor hat, desto mehr Impulse des Reglers benötigt er für eine vollständige Umdrehung der Motorwelle (= Anzahl Pole). Allerdings bewirken mehr Impulse auch mehr Drehmoment, also mehr Kraft.

                                                
Beispiele:    

                                            
4800 kV, 4-polig an 3S =            4800 kV x 11,1 V x 4 Pole =            213.120 Impulse/ Min.                       

4800 kV, 6-polig an 3S =            4800 kV x 11,1 V x 6 Pole =            319.680 Impulse/ Min.                       

2400 kV, 4-polig an 6S=            2400 kV x 22,2 V x 4 Pole =            213.120 Impulse/ Min.                       

2400 kV, 6-polig an 6S =            2400 kV x 22,2 V x 6 Pole =            319.680 Impulse/ Min.    

                    
Nicht alle BL-Regler können so viele Impulse liefern, wie vielpolige Motoren brauchen. Es ist also wichtig, die Herstellerangaben des Reglers unbedingt zu beachten. Oft genugt reicht die Taktung (Impulse/ Min.) von Reglern nicht aus. In den wenigsten Fällen wird bei elektronischen Fahrtreglern das Taktlimit angegeben. Hier ist also ein echter Fachhändlerv gefragt.

                                            
Sensor?    Was bedeutet gesensort oder sensorlos?    


                                            
Gesensorte BL Kombos (Sets aus BL Motor und BL Regler, die nicht unbedingt vom selben Hersteller stammen müssen) haben an Motor und Regler Steckplätze für ein mehrpoliges Sensorkabel. Durch dieses Sensorkabel wird dem Regler die genaue Position der Motorwelle gemeldet. So wird beim Anlaufen des Motors der richtige Impuls an den richtigen Motorpol gesandt. Der Motor ruckelt bei sehr geringer Anlaufdrehzahl nicht (sehr wichtig bei Crawlern und Trucks). Bei Racern spielt dies eine geringere Rolle.                                                
Bei gesensorten Motoren muss die Anschlussreihenfolge der Motorkabel eingehalten werden. (Anleitung beachten) .

                                                
Brushless?    Warum brushless und was heisst eigentlich brushless?

                                                
"Bei herkömmlichen, also brushed Motoren befinden sich die Motorwicklungen, die für das Entstehen der Magnetfelder, die für die Motordrehung unbedingt erforderlich sind, direkt auf der Motorwelle innerhalb starker Dauermagnete im Inneren eines Gehäuses. Zur Erzeugung der Magnetfelder muss Strom über ""brushes"", also Motorbürsten oder Kohlen über den an der Motorwelle montierten Kollektor (mehrpoliger Schleifring) an die Wicklungen auf der Motorwelle übertragen werden. Dadurch entstehen hohe Stromverluste, was zu einem Wirkungsgrad dieser Motoren von maximal ca. 60% (high end!) führt."                                                
Bei brushless Motoren befinden sich die Motorwicklungen aussen, um die Motorwelle herum im Gehäuse. Die Motorwelle trägt lediglich die Dauermagnete. Es muss also kein Strom über bewegliche Teile geleitet werden, was die Verluste minimiert und so einen hohen Wirkungsgrad von über 90% zur Folge haben kann.                                                
So sind höhere Motordrehzahlen, weniger Verschleiss, keine Wartung (Kohlen tauschen, Kollektor abdrehen etc.), grössere Motorkraft und längere Fahrtzeiten die Folgen.    

                                            
BEC?    Was bedeutet BEC und wozu brauche ich das?

                                                
BEC bedeutet Battery Eliminating Cirquit - es erspart uns also den Einsatz eines zusätzlichen Empfängerakkus bei elektrisch angetriebe-nen Modellen. Es versorgt den Empfänger und damit auch das- oder die verbauten Servos mit dem benötigten Strom. Die Ausgangsspan-nung und die verfügbare Stromstärke kann bei unterschiedlichen BECs variieren. Das Mindestmass ist bei einfachen Fahrtreglern beträgt  6 Volt bei einer Stromstärke von 3 Ampere. Das kann etwas zu wenig sein. Sinnvoll ist es, sich anzuschauen, welche Spannung und welche Stromstärke für das- oder die Servos erforderlich sind. Bei 1:8er Fahrzeugen reicht dies oft nicht aus. Ausserdem können Hochvoltservos, die oft mehr Kraft haben und mit höherer Stellgeschwindigkeit arbeiten, auch eine entsprechend höhere Spannung erfordern.


                                                
BEC zu schwach…    Was mache ich, wenn die Stärke des BEC nicht ausreicht?    

                                            
Reichen Spannung und Stromstärke des im Regler verbauten BEC nicht aus, oder ist das interne BEC im Regler kaputt, der Regler aber noch in Ordnung, dann brauche ich ein externes BEC. Es gibt sehr unterschiedlich leistungsfähige und auch preislich sehr unterschiedliche Angebote. Optimalerweise wählt man hier ein externes BEC mit hoher Leistungsfähigkeit und einstellbarer Stromstärke. So kann man es optimal nutzen. Das externe BEC wird direkt am angeschlossenen Akkus angeschlossen, also von den Akkukabeln mit Strom versorgt. Weil externe BECs 10 Ampere und mehr liefern können, müssen die Kabel ordentlich verlötet werden. Anschliessend steckt man das BEC Kabel in den Stromeingang des Empfängers. Wichtig ist es, am Anschlusskabel des Fahrtreglers, das ebenfalls in den Empfänger gesteckt wird, das rote Pluskabel herauszuziehen, weil sonst der Empfänger doppelt mit Strom versorgt wird und in Rauch aufgeht.    

                                            
Programmierung    Wie programmiere ich meinen Fahrtregler? (möglicherweise wurden die Programmierschritte anders benannt)

                                                
Fahrtregler    Viele BL Fahrtregler sind programmierbar. Auch hier begegnen uns regelmässig Fachbegriffe in englischer Sprache, die es nicht eindeutig ermöglichen, auf ihren Sinn zu schliessen. Hier erklären wir die gebräuchlichen Begriffe. Es gibt auch, je nach Hersteller, unterschiedliche Möglichkeiten, den Fahrtregler zu programmieren. Manche Fahrtregler können mit Hilfe eines USB-Kabels mit einem PC verbunden und so sehr komfortabel programmiert werden. Weil man, während man sein Modell fährt meistens keinen PC dabei hat, ist in diesem Fall die Programmierung mit Hilfe einer Programmierbox bzw. einer Programmierkarte sehr komfortabel. Optimale Fahrtregler verfügen über beide Programmiermöglichkeiten (Grundprogrammierung am PC, Feinabstimmung vor Ort). Weiterhin gibt es Fahrtregler, die über Blinkcodes und Signaltöne zu programmieren sind. Das funktioniert zwar, ist aber oft sehr kniffelig und ohne Anleitung kaum möglich.                                                   

Running Mode    Running mode - Betriebsarten    

                                            
Hier kann man einstellen, ob das Modell nur Vorwärts mit Bremse (Motorräder), Vorwärts, Rückwärts mit Bremse (Rennfahrzeuge on- und offroad), oder Vorwärts, Rückwärts ohne Bremse (Crawler oder Boote) fahren soll.

                                                
Drag Brake    Drag Brake/ Drag Brake Force/ Automatic Brake    

                                            
Hier stellt man, ob und wie stark das Modell bremsen soll, wenn man den Gashebel in die neutrale Position bringt. Diese Funktion ist insbesondere bei Crawlern und im Trial sinnvoll, weil das Modell im Stillstand nicht wegrollen kann.    

                                            
Cut-OFF    Cut-Off Threshold/ Battery Cut-Off

                                                
Hier kann man einstellen, bei welcher Voltzahl der Fahrtregler automatisch abschalten soll, um zu verhindern, dass LiPo Akkus tiefentladen und so beschädigt werden. Es wird aber nur die Abschaltspannung des gesamten Akkus festgelegt. Wenn einzelne Zellen stärker entladen wurden, die Gesamtspannung aber stimmt, können einzelne Zellen beschädigt werden - LiPo-Warner verwenden!    

                                            
Punch    Start Mode/ Punch/ Launch Control    

                                            
Hier kann man einstellen, wieviel Kraft beim Gasgeben sofort anliegt. Man kann die Kraft in mehreren Schritten auf das Modell, den Untergrund, oder den allgemeinen Einsatzzweck anpassen. Allrad On- oder Offroadfahrzeuge können mit höherem punch betrieben werden, als Fahrzeuge mit Heckantrieb, die auf losem Untergrund gefahren werden. Ältere Fahrzeuge mit weniger stabilem Antriebsstrang halten hohen punch möglicherweise nicht aus.

                                                
Power Program    Power Program    

                                            
Hier kann man einstellen, wieviel Leistung der Fahrtregler abgeben soll. Man kann also z.B. für ein Kind oder einen Fahranfänger ein Modell mit hochwertigen und leistungsfähigen Komponenten aufbauen und dann mit sich entwickelnden fahrerischen Fähigkeiten die Leistung des Modells steigern. So muss man nicht nachrüsten, also mehrmals kaufen. Das spart über die Zeit Geld.

                                                
Brake Force    Brake Force/ Break Power

                                                
Hier kann man einstellen, wie stark die Bremse wirken soll. Abhängig von Untergrund und Reifen, also von der Bodenhaftung und natürlich von den technischen Eigenheiten des Modells kann die Bremswirkung in verschiedenen Stufen angepasst werden.


                                                
Reverse Force    Reverse Force/ Reverse Power    


                                            
Hier kann man einstellen, wie schnell das Modell rückwärts fahren soll. Normalerweise müssen Modelle rückwärts nicht so schnell fahren, wie vorwärts. Üblich ist hier eine Einstellung von 50%. Mehr oder weniger kann es, je nach Wunsch, natürlich auch sein.

                                                
Initial Brake    Initial Brake Force - analog zu Drag Brake

                                                
Hier stellt man ein, wie stark die Bremse einsetzen soll. Ähnlich wie beim punch wenn man beschleunigt, kann man hier die Verzögerung justieren.    

                                            
Neutral Range    Neutral Range/ Neutral    

                                            
Wenn bei der Funkfernsteuerung (Sender) die mechanischen Bauteile mit zunehmendem Alter des Gerätes in Folge benutzungsbedingter Abnutzung unpräziser funktionieren, kann man hier am Fahrtregler den Nullpunkt (Gasstellung neutral) dem Sender anpassen.


                                                
Over-Heat Prot.    Over-heat Protection

                                                
Hier kann man einen Überhitzungsschutz des Fahrtreglers ein- und ausschalten. Der jeweilige Abschaltwert ist im Fahrtregler programmiert.

                                                
Motor Rotation    Motor Rotation    


                                            
Hier kann man die Motordrehrichtung ändern, wenn dies durch eine sehr einfach gehaltene Funkfernsteuerung evtl. nicht möglich sein sollte.

                                                
LiPo-Cells    LiPo Cells (For High Voltage)

                                                
Hier kann man entweder die automatische Erkennung der LiPo-Zellen einstellen, oder die Anzahl der Zellen vorgeben. Es ist sinnvoll, die Zellenzahl vorzugeben, weil man meistens mit Akkus derselben Zellenzahl fährt. Ausserdem haben z.B. ein voll aufgeladener 3S LiPo (12,6 V) und ein weitgehend entladener 4S LiPo (ca. 12,6 V) annähernd oder sogar dieselbe Spannung. Wird der leere 4S LiPo vom Regler als voller 3S LiPo erkannt, dann wird er tiefentladen und so zerstört.


                                                
Anpassung des    Wie passe ich den Fahrtregler auf meine Fernsteuerung an?

                                                
Reglers auf den verwendeten Sender    Fahrtregler müssen auf die verwendete Funkfernsteuerung abgestimmt werden, um die Vollgas-, Neutral und Brems- bzw. Rückwärtsposition des Gashebels zu hinterlegen. Nur wenn diese Abstimmung erfolgt ist, kann man davon ausgehen, dass bei Vollgasstellung des Gashebels das Modell auch mit Vollgas fährt, bei Brems- bzw. Rückwärtsstellung das Modell bremst bzw. rückwärts fährt und bei Neutralstellung das Modell anhält bzw. ausrollt. Diese Einstellung muss nur einmal durchgeführt werden.    

                                            
Wasserdicht?

Gibt es wasserdichte Elektronikkomponenten, oder kann ich meine Komponenten selbst wasserdicht machen?    

                                            
"Es gibt Hersteller, die ihre Elektronikkomponenten als ""waterproof"" (wasserdicht) anbieten. Spritzwassergeschützt nennt sich ""water resistant"". Diese Komponenten können nicht schadlos untertauchen, halten aber einige Wassertropfen aus. Hiervon betroffen sind üblicherweise Motor, Regler und Servos. Um Empfänger vor Wasser zu schützen, empfehlen sich verschraubbare Empfängerboxen unterschiedlicher Qualität. Man kann natürlich auch selbst zu Werke gehen, muss sich aber darüber klar sein, dass damit jeder Garantieanspruch erlischt. Hat man sich damit abgefunden, kann´s losgehen. Zur Abdichtung eignet sich Flüssiggummi (zB. Plastidip), in den man die Platinen der Komponenten eintaucht, oder sie damit bepinselt. Natürlich muss man etwas Vorarbeit leisten. Empfänger und Regler müssen zunächst zerlegt werden, sodass man die Platinen vor sich hat. Sind Kühlkörper von Reglern fest mit den Transistoren verbunden, dann macht es Sinn, sie nicht vollständig einzutauchen, damit sie Ihre Kühlerwirkung nicht verlieren. Die Steckverbindungen des Empfängers sollten mit Verlängerungskabeln belegt werden, die dann mit eingeklebt werden."                                                
So kann man später noch immer Servos, Regler etc. am Empfänger anschliessen, obwohl er wasserdicht ist. Nach dem dippen in Flüssiggummi ist eine gewisse Tapferkeit gefragt, wenn man die abgedichteten Komponenten in Wasser taucht und herausfindet, ob man richtig gearbeitet hat...        


                                        
Umritzeln?    Wann sollte man ein kleineres oder grösseres Motorritzel verwenden?


                                                
Beispiele:    

                                           

Akku wechseln von 2S auf 3S:            von 4800 kV an 2S: 4800 kV x 2 x 3,7 V =                35.520 U./ Min.                    
Akku wechseln von 2S auf 3S:            auf 4800 kV an 3S:  4800 kV x 3 x 3,7 V =                53.280 U./ Min.        kleineres Motorritzel            
Akku wechseln von 3S auf 2S:            von 3300 kV an 3S: 3300 kV x 3 x 3,7 V =                36.630 U./ Min.                    
Akku wechseln von 3S auf 2S:            auf 3300 kV an 2S:  3300 kV x 2 x 3,7 V =                24.420 U./ Min.        grösseres Motorritzel          


Wie wirken sich unterschiedliche Getriebeübersetzungen  aus ?

Standardübersetzung:            

Hauptzahnrad:        64 Zähne                            
Motorritzel:        18 Zähne    

Motorritzel grösser:            - mehr Geschwindigkeit                                   

- geringerer punch (Kraft)                                    
- mehr Stromverbrauch (evtl. höherer C-Wert des Akkus notwendig)                                    
- höhere Temperaturen von Motor und Regler                                    
- kürzere Fahrtzeit     

                               
Motorritzel kleiner:      
     wie oben, nur umgekehrt      

                             
Hauptzahnrad kleiner:            "wie ""Motorritzel grösser"""                                    
Hauptzahnrad kleiner:            "wie ""Motorritzel kleiner"""         

                           
"Die Getriebeübersetzung darf nicht zu lang sein. Der Motor muss ""ausdrehen"" können, also seine Höchstdrehzahl erreichen, sonst steigt der Stromverbrauch stark an (Entladestrom des Akkus beachten). Ausserdem werden Motor und Regler extrem heiss und es droht Schaden. Wenn das Lötzinn, mit dem die Motorkabel am Motor angelötet sind schmilzt, dann ist das Motorritzel extrem viel zu gross gewählt (Im Regler passiert das Gleiche). Maximaldrehlahl des Motors beachten. Dreht der Motor zu schnell aus, kann hochgeritzelt werden."    

                                        
Ritzelspiel    Wie stellt man den Abstand zwischen Ritzel und Hauptzahnrad ein und warum?

                                                
Der Ritzelabstand zum Hauptzahnrad spielt eine wichtige Rolle. Ist der Abstand zu klein, dann heult die Kraftübertragung deshalb, weil es ihr wirklich weh tun. Die Kraftübertragung ist dann schwergängig, die Zahnräder gehen sehr schnell kaputt (deshalb das Heulen) und der Motor dreht nicht frei. Der Stromverbrauch und die Motor- und Reglertemperatur steigen. Die Fahrtzeit wird kürzer. Ist der Abstand zu gross, dann greifen die Zahnräder nicht richtig ineinander und der Verschleiss steigt stark an. Man braucht in jedem Falle Ersatzteile.                                                
Um das Ritzelspiel korrekt einzustellen, empfielt es sich ein Blatt Papier (Schreibbapier - 80 gr.) zu benutzen. Bei kleinen Modulen bis 48 dp nimmt man das Stück Papier einfach und steckt es zwischen Motorritzel und Hauptzahnrad. Dann wird der Motor eng an das Hauptzahnrad gedrückt und festgeschraubt. Kann man das Blatt Papier durch drehen des Hauptzahnrades herausdrehen und es ist zwar scharf geknickt, aber nicht zerrissen, ist das Ritzelspiel korrekt. Bei grossen Modulen wie 0,8 oder 1,0 nimmt man das Papier doppelt.        


                                        
Übersetzung?    "Was heisst ""Getriebeuntersetzung"" bzw. Getriebeübersetzung?"    

                                            
Die Getriebeüber- bzw. -untersetzung gibt das Grössen- bzw. Zähneverhältnis zwischen Motorritzel und Hauptzahnrad an, das über Kraft und Geschwindigkeit des Modells entscheidet. Je grösser die Untersetzung, desto mehr Kraft steht bei geringerer Geschwindigkeit zur Verfügung (Crawler/ Scaler), je kleiner die Untersetzung, desto weniger Kraft steht bei höherer Geschwindigkeit zur Verfügung (Racer).      

                                         
Standardübersetzung z.B.:            

Hauptzahnrad:        64 Zähne                            
Motorritzel:        18 Zähne     


Untersetzungsverhältnis hier:            3,55 : 1  

(3,55 Umdrehungen des Motorritzels drehen das Hauptzahnrad 1 Mal)

grössere Untersetzung:            wie Motorritzel kleiner        Crawler:    9 - 10 : 1                        
kleinere Untersetzung:            wie Motorritzel grösser        


Racer:    ? 4 : 1   
                    
Weitere Einflüsse auf die Gesamtuntersetzung des Modells sind natürlich auch die Differentialübersetzung und die Radgrösse.


                                                
32/ 48/ 64 dp?    Was heisst bei Zahnrädern 48 dp? (Es gibt auch 32 und 64 dp - Erklärung analog zu 48 dp)                                                
48 =    Das Zahnrad hat bei einem Durchmesser 1 inch (25,4 mm) 48 Zähne                                            
dp =    diametral pitch - Das bezieht sich auf die Steigung der Zähne. Sie fängt steil an und flacht dann etwas ab.                                            
Wenn man den Durchmesser eines Zahnrades 48 dp, das tatsächlich 48 Zähne hat (Hauptzahnrad) nachmisst, dann wird es einen Durchmesser von mehr als 1 inch haben. Die Messung des Durchmessers bezieht sich auf den Durchmesser des Zahnrades dort, wo sich die Steigung der Zähne ändert. Der Durchmesser von Zahnscheitelpunkt zu Zahnscheitelpunkt beträgt 52 mm.                                                
"Zahnräder mit diametral pitch (pitch heisst Steigung) gleiten besser ineinander und berühren sich dabei permanent. Dadurch können diese Zahnräder gegenüber ""einfacher"" Zahnsteigung bei geringerem Verschleiss schneller drehen."    

Zahnradmodul?    "Was bedeutet bei Zahnrädern ""Modul""?"

                                                
"Das Modul von Zahnrädern, gibt an, wie grob die Zahnung ausfällt. Es können nur Zahnräder mit gleichem Modul miteinander verwendet werden. Modul ist die Deutsche Bemessung der Zahnstärke, während ""48 dp"" die internationale (US) Bemessung ist."
                                                
Man kann das Modul von Zahnrädern berechnen:

Man kann das Modul von Zahnrädern berechnen:
48 dp: Durchmesser in mm = 25,4 = Modul:
0,5
auf 1 Nachkommastelle gerundet
Zahl Zähne 48
32 dp: Durchmesser in mm = 25,4 = Modul: 0,8
Zahl Zähne 32
eigene Berechnung des Zahnradmodules:
Durchmesser in mm = 25,4 = Modul: 0,8
Zahl Zähne 32

                       
Slipperkupplung?    Was ist eine Slipperkupplung und wie funktioniert sie?    


                                            
"Slipperkupplungen werden bei manchen RC-Cars direkt neben dem Hauptzahnrad auf derselben Welle montiert. Sie dienen dazu, die Kraft des Motors dosiert auf den Antriebsstrang zu übertragen und ihn so vor Überbelastungen zu schützen. Sie sind in ihrer Wirkung einstellbar, sodass sie dem jeweiligen Bedürfnis angepasst werden können. Slipperkupplungen sind bei programmierbaren Fahrtreglern der aktuellen Generation eigentlich nicht mehr nötig (siehe dazu ""Programmierung Fahrtregler), weil ihre Funktion auch elektronisch realisiert werden kann. Ausserdem sind Rutschkupplungen Verschleissteile, die regelmässig gewartet bzw. erneuert werden müssen. Sie werden oft vollständig gesperrt, damit sie nicht verschleissen und so keine Kosten verursachen"

                                            
Shimscheiben?    Was sind Shimscheiben und wozu sind sie gedacht?

                                                
Viele Modellbausätze und RTR (ready to race - rennfertig) Modelle enthalten im Bausatz oder im Zubehörbeutel hachdünne Unterlegscheiben, die man Shimscheiben nennt. Shimscheiben dienen dazu, fertigungsbedingte Massabweichungen an beweglichen Teilen (Getriebe-/ Differentialteile) auszugleichen. Hat z.B. ein Differential oder ein anderes Getriebeteil wegen abweichender Masse zu viel Spiel, dann kann man dies durch den Einsatz einer oder mehrerer Shimscheiben ausgleichen. Zu viele Shimscheiben reduzieren das Spiel zu stark und führen zu erhöhter Reibung, was zu starker Abnutzung von Zahnrädern und weiteren mechanischen Schäden führen kann.

                                                
Differentiale?    Was ist ein Differential und wie funktioniert es?

                                                
Differentiale sind in nahezu allen RC-Car-Modellen verbaut. Sie dienen dazu, bei Kurvenfahrten die unterschiedlichen Drehgeschwindig-keiten der kurveninneren und -äusseren Räder einer Antriebsachse, also das Geschwindigkeitsdifferential auszugleichen. Wären keine Differentiale verbaut, dann würde das Rad mit weniger Bodenhaftung (also das kurveninnere Rad) von dem Rad mit mehr Bodenhaftung mitgedreht. So wird insgesamt eine verminderte Bodenhaftung aufgebaut und das Modell unter- bzw. übersteuert stark, je nach Antriebsart. Bei Heckantrieb neigt das Fahrzeugheck in Kurven zum ausbrechen, also zum übersteuern, bei Front- und Allradantrieb schiebt das Modell in Kurven über die Vorderräder, bzw. über alle vier Räder nach aussen, untersteuert also. In jedem Fall schadet dies der Steuerbarkeit des Modells. Bei Crawlern sind Differentiale, wenn vorhanden, im Normalfall vollständig gesperrt, weil jedes Rad gleichermassen angetrieben sein muss, um in jeder Situation Vortrieb zu gewährleisten.

                                                
Kegel oder Kugel?    Kegelraddifferentiale oder Kugeldifferentiale?    

                                            
Bei Kegelraddifferentialen befindet sich an den Innenseiten der Differentialausgänge je ein gezahntes Stirnrad. Zwischen den Stirnrädern befindet sich ein bewegliches Gehäuse mit einem gezahnten Aussenring, auf den die Kraft übertragen wird. Im Inneren des sich drehenden Gehäuses sind drei auf einer sternförmigen Achse montierte, drehbare Kegelräder verbaut, deren Zahnungen in die der Stirnräder greifen und so das Drehdifferential der bei Kurvenfahrten unterschiedlich schnellen drehenden Räder ausgleichen. Die Zahnräder der Kegelraddifferentiale können aus Kunststoff, Aluminium, oder Stahl bestehen. In dieser Reihe ist auch die Stabilität bzw. Haltbarkeit der Zahnräder, aufsteigend von Kunststoff bis Stahl zu verstehen. Kegelraddifferentiale sind einfach aufgebaut und unkompliziert in ihrer Funktion - nach Meinung des Verfassers mit Stahlzahnrädern die erste Wahl.                                                
Bei Kugeldifferentialen befinden sich an den Innenseiten der Differentialausgänge Stahlscheiben, bzw. -ringe. Zwischen diesen Ringen befindet sich ein grosses Zahnrad, auf das die Kraft übertragen wird. Das Zahnrad hat einen Ring aus Löchern, in die gefettete Stahlkugeln gedrückt werden. Zusammengebaut drücken die Stahlscheiben bzw. -ringe von beiden Seiten auf die Stahlkugeln, die sich zwischen ihnen drehen und so das Differential ausgleichen. Bei der Montage können Kugeldifferentiale mit unterschiedlichem Druck montiert werden (Montage- bzw. Einstellschraube). Ist der Druck zu gering, rutschen die Stahlscheiben durch und das Differential funktioniert nicht. Ist der Druck zu stark, sperrt das Differential mehr und mehr und tut sinen Dienst nicht richtig.                                                 
Mitteldifferentiale gleichen unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten von Vorder- und Hinterachse aus und können sowohl als Kegelraddifferential oder als Kugeldifferential ausgeführt sein.

                                                
Differentialöl?    Wofür ist das Differentialöl zuständig und gibt es Unterschiede?

                                                
Differentialöle dienen nicht nur der Schmierung der Metall- oder Kunststoffteile im Differential, sondern beeinflussen durch ihre Viskosität (Zähflüssigkeit), wie leicht- oder schwergängig sie funktionieren. Man spricht hier von der Sperrwirkung. Extrem zähflüssige Differentialöle können Differentiale nahezu vollständig sperren. Mit dem entsprechenden Differentialöl beeinflusst man z.B. das Kurvenverhalten seines ferngesteuerten Autos. Je dünnflüssiger das Öl, desto wendiger das Auto.     

                                            
Stossdämpfer    Was gibt es über die Stossdämpfer zu wissen?    

                                            
Stossdämpfer entscheiden, ebenso wie an unseren Autos im Massstab 1:1 darüber, ob Modellautos viel Bodenhaftung haben und damit auch bei schneller Fahrt in anspruchsvollem Gelände kontrollierbar sind, oder nicht. Qualitativ schlechte-, oder falsch eingestellte Stossdämpfer (meist zu hart) können den Fahrspass vermiesen. Das Modellauto hopst und hoppelt und berührt einfach nicht oft genug den Boden, um kontrollierbar sein zu können. Pure Anwesenheit zählt hier nicht.                                                
"Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Friktionsdämpfern (ölfreie Dämpfer, die nur mit Hilfe von Reibung eine gewisse Dämpferwirkung erzeugen) und Öldruckstossdämpfern, die wie bei ""normalen"" Kfz arbeiten. Weil Friktionsdämpfer kaum Ansprüche an Dämpfwirkung zu erfüllen im Stande sind, beschäftigen wir uns hier nur mit Öldruckstossdämpfern."    


                                            
Stossdämpfer    Wie funktionieren Öldruckstossdämpfer?    


                                            
Funktion?    "Bei Öldruckstossdämpfern befindet sich am Ende der Kolbenstange (im Inneren der Fahrwerksfeder sichtbare Metallstange) ein Kolben, der mit dem Stossdämpfergehäuse abschliesst und einen oder mehrere Öldurchlässe besitzt. Der Kolben befindet sich im Dämpferöl und wird durch Stösse und Schläge während der Fahrt auf und ab bewegt. Bei der Verwendung von Standard Dämpferöl (Silikonöl, dass entweder im Baukasten mitgeliefert wird, oder sich bei RTR Modellen bereits in den Stossdämpfern befindet) kann durch Austausch des Kolbens (eigentlich ein Plättchen) gegen einen, mit mehr oder grösseren Durchlassöffnungen, der Dämpfer hinsichtlich der Dämpfwirkung ""weicher"" eingestellt werden. Ein Kolben mit weniger oder kleineren Durchlassöffnungen stellt ihn ""härter"" ein."                                                    
                                                        
Dämpferöl?    Was bewirkt unterschiedliches Dämpferöl und wie unterscheiden sie sich?    


                                            
Alle Dämpferöle sind Silikonöle. Mineralöle und Pflanzenöle enthalten unerwünschte Bestandteile wie z.B. Säuren, die bei Stossdämpfern aus Kunststoff oder Aluminium zu Korrosion bzw. teilweiser Zersetzung führen können und somit als Dämpferöle unbrauchbar sind.                                                
"Unterschiedliche Dämpferöle haben unterschiedliche Viskositäten (Zähflüssigkeit), wobei hohe Viskosität ""dick-flüssig"" bedeutet und niedrige Viskosität ""dünnflüssig"". Viskosität wird angegeben in mPas·s (Millipacalsekunden). Zum Beispiel hat Wasser bei 20°C 1,0 mPas·s,  Olivenöl hat etwa 100 mPas·s und Honig etwa 10.000 mPas·s. Eine höhere Viskosität bewirkt bei gleicher Kolbenbestückung eine härtere Dämpferwirkung, eine niedrigere Viskosität bei gleicher Kolbenbestückung eine weichere Dämpferwirkung. Dies ist der deutlich einfachere Weg, die Dämpfer-wirkung zu beeinflussen, ohne die Stossdämpfer vollständig zerlegen zu müssen. "    

                                            
Dämpfertuning?    Wie unterscheiden sich Tuningdämpfer und sind sie sinnvoll?

                                                
Wenn wir davon ausgehen, dass die Standardausrüstung aus Öldruckstossdämpfern besteht, dann unterscheiden sich Tuningdämpfer darin, dass sie normalerweise aus Aluminium bestehen (Dämpfergehäuse), präziser gefertigt sind und in vielen Fällen mit beschichteten Kolbenstangen (bessere Gleiteigenschaften) ausgestattet sind. Ausserdem kann man in den meisten Fällen die Federvorspannung mit Hilfe einer Rändelschraube unterhalb des Deckels einstellen. Tuningdämpfer sind, jedenfalls wenn sie nicht nur farbenfroh gestaltet sind, haltbarer und besser einstellbar, als die Seriendämpfer aus Kunststoff. Sie sollten so eingestellt werden, dass das Offroad RC-Car Modell im fahrbereiten Zustand (inklusive Akku) um 25 - 50% des Dämpferweges einsinkt, wenn man es auf den Boden stellt. Glattbahner haben deutlich kürzere Dämpfer, sollten aber ebenfalls nicht voll ausgefedert und starr da stehen. Tuningdämpfer sind dann sinnvoll, wenn die Standardausstattung spürbar nichts taugt (was leider vorkommt), oder wenn Friktionsdämpfer verbaut sind (die auch nichts taugen).    

                                            
Fahrwerkstuning?    


Kann ich mein Fahrwerk (also das meines Modellautos) mit Alu-Tuningquerlenkern verbessern?


                                                
"Tuningquerlenker aus Aluminium werden für nahezu alle gängigen RC-Cars aller Massstäbe angeboten. Sie werden beworben mit ""hoch-feste Alu-Tuningteile"" oder ähnlich und bieten eine Vielzahl weiterer Vorteile, wie präzise Fertigung, gute Passform, gute Beweglichkeit etc., was ganz sicher auch stimmt. Man sollte aber wissen, dass die besonders stark beanspruchten Querlenker, die in Baukästen und RTR-Modellen normalerweise aus Kunststoff bestehen, sehr harte Beanspruchungen aushalten und verzeihen. Das heisst, dass sich diese Kunststoffteile bei einem unbeabsichtigten Einschlag verformen und, sofern sie nicht zerbrechen, ihre ursprüngliche Form wieder annehmen, während sich Aluteile zwar verbiegen können, die neue Form aber beibehalten. Sie sind entweder krumm, oder sie brechen. "

                                                
Fahrwerksteile?    Welche Fahrwerksteile gibt es noch und macht Tuning hier Sinn?    

                                            
An den Querlenkern montiert, befinden sich an der Radseite zunächst die Achsschenkelträger (C-Hubs), in denen die Achsschenkel (Axle-Arm) oben und unten mit Königsbolzen (King-Pins) so verschraubt sind, dass sie gelenkt werden können. In den Achsschenkeln befinden sich bei angetriebenen Rädern jeweils zwei Kugellager (Ball-Bearing), in denen sich die Achsschenkelbolzen (wheel shaft) drehen und über Radmitnehmer (6-Kant-Bauteil, deshalb Wheel-Hex genannt) und Mitnehmerbolzen (Dog-Pin) die Kraft, die über die Differentialaus-gänge (Diff-Cups) und Antriebswellen (Dog-Bones oder CVDs) geliefert wird, an die Räder weitergeben.

                                                
C-Hubs?    C-Hubs (Achsschenkelträger)

                                                
In den meisten Fällen bestehen diese Teile aus Kunststoff. Bei Competition-, Sonderedionen oder Pre-Tuned Modellen sind sie aus Aluminium. Hier macht Tuning Sinn, weil C-Hubs eigentlich nur dann gefährdet sind, wenn auch die Querlenker aus Aluminium bestehen und so Schläge und Stösse weitergeleitet werden können. C-Hubs aus Alu verbessern die Lenkpräzision deutlich. In manchen Fällen sind zusätzliche Kugellager integriert, die das Spiel zwischen Achsschenkel und Achsschenkelträger minimieren. Klare Aussage: Tuningteile sind hier sinnvoll!


                                                
Axle-Arm?    Axle-Arm (Achsschenkel)    


                                            
Auch diese Teile bestehen standardmässig aus Kunststoff. Tuning hat den gleichen positiven Effekt, wie bei den C-Hubs. Klare Aussage: Tuningteile sind hier sinnvoll!                                                

King-Pins?    King-Pins (Königszapfen)                                                
                                                        
Ball-Bearings?    Ball-Bearings (Kugellager)


                                                
Wenn das RC-Car Modell (RTR oder Kit) nicht von vorn herein mit Kugellagern ausgestattet ist, dann sollten die verbauten bzw. gelieferten Gleitlager aus Kunststoff oder Bronce unbedingt gegen geschlossene (staub- oder sogar wasserdichte) Kugellager getauscht werden. Dadurch dreht sich jedes drehende Teil des Modells (Differentiale, Kardanwelle, Radantriebe etc.) leichter, der Motor muss weniger leisten, wirkt also besser, das Modell wird etwas schneller und die Fahrtzeit wird länger. Auch der Verschleiss wird minimiert, das Modell hält also länger. Klare Aussage: Tuningteile sind hier sinnvoll!     

                                            
Wheel-Shafts    Wheel-Shafts (Achsschenkelbolzen)

                                                
Wheel-Shafts sind in den meisten Fällen aus Stahl gefertigt und müssen üblicherweise nicht durch Tuningteile ersetzt werden. Manchmal jedoch bestehen sie aus einem Stahlbolzen, die in Kunststoffteile eingebaut bzw. eingeschmolzen sind. Wird mit diesen Teilen ein stärkerer Motor verwendet, dann können sie sich zerlegen und brechen. Serienteile aus Stahl können bei extremer Motorisierung ebenfalls in Gefahr geraten. Dann werden auch hier verstärkte Tuningteile fällig. Klare Aussage: Bei Motortuning beobachten, bei Schaden aufwerten.    


                                            
Wheel-Hex?    Wheel-Hex und Dog-Pin (Radmitnehmer und Mitnehmerbolzen)

                                                
Die Radmitnehmer sollten gegen höherwertige Metallteile getauscht werden, wenn sie aus Kunststoff bestehen. Schon bei geringfügigem Motortuning halten sie den Beanspruchungen nicht mehr stand. Die Mitnehmerbolzen bestehen eigentlich immer aus Stahl. Sie sind aber, so weit bekannt, immer Bestandteil der erhältlichen Tuningsätze für Radmitnehmer. Klare Aussage: Bei Motortuning immer aufwerten, wenn aus Kunststoff!


                                                
Diff-Cups?    Diff-Cups (Differentialausgänge)


                                                
"Für die Diff-Cups gilt das gleiche, wie für teilweise aus Kunststoff gefertigten Wheel-Shafts. Üblicherweise sind Diff-Cups aus Kunststoff bei kleinen Modellen der Massstäbe 1:16 und kleiner verbreitet. Bei grösseren Modellen des Massstabes 1:12 und grösser sind sie normalerweise aus Stahl; wenn nicht, dann sind hier Schäden, schon bei leichtem Motortuning unvermeidbar. Auch bei kleinen Modellen verhält sich dies nicht wirklich anders. Viele Kleinmodelle werden mit Blushless-Combos geliefert, oder später damit ausgestattet. Wenn das geplant ist, sollte man schon einmal nach geeigneten Tuningteilen suchen. Man wird sie brauchen. Klare Aussage: Bei Motortuning immer aufwerten, wenn aus Kunststoff!"                        


                        
Dog-Bones/ CVDs?    Dog-Bones und CVDs (Antriebswellen und Kreuzgelenkwellen)


                                                
"Dog-Bones (Dog hat nichts mit einem Hund zu tun, sondern mit dem englischen Wort für ""Mitnehmer"" - ""dog"". Dog-Bone heisst also Mitnehmer Knochen, was ja auch stimmt) aus Stahl sind auch bei getuntem Motor normalerweise unproblematisch. Immer öfter bestehen sie nur teilweise aus Stahl, oder sogar ganz aus Kunststoff. Diese Dog-Bones (wenn sie nicht superstabil ausgeführt sind) werden wahrscheinlich nicht sehr lange ihren Dienst verrichten, wenn am Motor getuned wird. Hier empfielt sich der Austausch gegen Tuningteile aus Stahl oder sogar der Austausch gegen CVDs (Cardan-Joint-Drive-Shafts - was genau das ""V"" heisst, ist zur Zeit noch unklar - auf Deutsch heissen sie korrekt ""Kreuzgelenk-Antriebswellen), bei denen die Antriebswelle über ein Kardangelenk (Kreuzgelenk) fest mit dem Achsschenkelbolzen verbunden ist. CVDs sind die hochwertigste Variante der Aufwertung vom Diff-Cup bis zum Wheel-Hex. Klare Aussage: Bei schwächlicher Serienausstattung und Motortuning unbedingt aufwerten!"    


                                            
Fazit Fahrwerks-    Fazit zum Thema Fahrwerkstuning    
                                            

"Ein ""naturbelassenes"" Serienmodellauto braucht nicht unbedingt viele Tuningteile, manche aber dringend. Spätestens aber, wenn man durch einen stärkeren Motor oder eine stärkere Motor-Regler-Combo schneller wird, dann werden die Schwächen der verbauten Technik sichtbar. Ausser bei den Kugellagern kann man die schwachen Teile ""sterben"" lassen und im Rahmen der Reparatur durch bessere- bzw. Tuningteile ersetzen und so nach Erfordernis ein sinnvolles und vor allen Dingen bezahlbares Tuning durchführen. Ein Kaufrausch in der Tuningabteilung, der dem Fressrausch eines blutriechenden Hais ähnelt, freut den Händler, ist aber nicht sinnvoll.  "

                                                
Stabilisatoren?    Was sind eigentlich Stabilisatoren und wie wirken sie?    

                                            
Fahrwerksstabilisatoren verbinden die Querlenker jeweils einer Achse mit Hilfe eines Trapezförmigen festen Federdrahtes, der zusätzlich auf halber Länge mit dem Chassis verbunden ist. Federt in einer schnell gefahrenen Kurve das kurvenäussere Rad stark ein, dann wird das kurveninnere Rad noch weiter entlastet und verliert die Bodenhaftung. Der Stabilisator sorgt dafür, das bei starkem Einfedern eines Rades, das zweite Rad ebenfalls ein Stück weit einfedert. So neigt sich das Fahrzeug bei Kurvenfahrten weniger stark zur Seite und alle Räder können den Bodenkontakt und damit die Traktion halten. Stabilisatoren können bei allen Fahrzeugarten eingesetzt werden.


                                                
Pushrods?    Was sind Pushrods und wozu braucht man sie?

                                                
Pushrods, oder Schubstangen werden bei RC-Car Modellen an vielen Stellen benötigt und verbaut. Üblicherweise handelt es sich um Metallstangen mit Gewinden an jedem Ende, auf die Rod-Ends (Kugelpfannen) geschraubt werden. Mit Hilfe von Kugeln, oder entsprechenden Adaptern, die in die Kugelpfannen gedrückt werden, kann man die Push-Rods dann im Modell verbauen. Push-Rods werden als Spurstangen benutzt, als obere Querlenken, an denen man den Radsturz einstellen kann, als Anlenkstangen zur mechanischen Verbindung zwischen Servo und Lenkmechanik, oder als Anlenkung von Vergaser und Bremsgestänge bei Verbrennermodellen.                            
                                                
Spannwirbel ist wieder einmal ein Wort, für dessen Schöpfung der Erfinder gesteinigt werden sollte… Spannwirbel finden sich bei den meisten Autos im Bereich der Anlenkstangen zwischen Servo und Lenkmechanik, an den Spurstangen, sowie an den oberen Querlenkern. Sie dienen dazu, am Auto im eingebauten Zustand Einstellungen am Fahrwerk vorzunehmen (Spur/ Sturz). Sie haben gegenläufige Gewinde, sodass bei Drehungen in eine Richtung auf beiden Seiten eine Verlängerung oder Verkürzung stattfindet. ...aber das Wort ist wirklich blöde...    


                                            
Spur u. Sturz    Was bedeuten Spur und Sturz?         


                                        
Die Spur gibt an, in welchem Winkel die Räder von Fahrzeugen zur vorgesehenen Fahrtrichtung stehen. Die Spureinstellung der Räder hat erheblichen Einfluss auf die Fahreigenschaften von RC-Car Modellen. An der Vorderachse wird zur Verbesserung des Lenkverhaltens und der Lenkpräzision eine Nachspur (die Räder stehen in Fahrtrichtung vorn leicht auseinander) mit einem Winkel von ca. 3° eingestellt. An der Hinterachse hingegen wird zur Verbesserung der Traktion eine Vorspur (die Räder stehen in Fahrtrichtung vorn leicht zusammen) von ca. 3° eingestellt. Diese Einstellungen betreffen sowohl On- als auch Offroad Modelle.                                                
                                                        
                                                        
Der Sturz gibt an, in welchem Winkel die Räder von Fahrzeugen zur Fahrzeugflanke stehen. Normalerweise werden bei RC-Car Modellen die Räder entweder senkrecht ausgerichtet oder mit leicht negativem Sturz von bis zu 3° eingestellt. Dies betrifft die Vorder- und die Hinterachse des Modells, unabhängig davon, ob es sich um ein On- oder Offroad-Modell handelt.     

                                            
    Fahrwerksein-    Wie stelle ich an meinem Auto das Fahrwerk richtig ein?                                                
    stellungen    


Dies ist nun ein etwas umfangreicheres Thema. Während die genaue Fahrwerksabstimmung beim bashen nicht wirklich eine Rolle spielt, weil einfacher Geradeauslauf auf Basis von mit blossem Auge erkennbar notwendigen Einstellungen, sowie funktionierende, ölgefüllte Stossdämpfer ausreichen, sieht das bei Strecken- und Wettbewerbsfahrzeugen etwas anders aus. Hier ist es zunächst wichtig, alle beweg-lichen Teile möglichst spielfrei zu halten. Kugellager und Kugelköpfe/ Kugelpfannen sollten grundsätzlich öfter getauscht werden, um die beweglichen Teile möglichst spielfrei zu halten. Stossdämpferöle und Federvorspannungen, sowie Aus- und Einfederwinkel müssen auf die jeweilige Strecke abgestimmt sein, um möglichst schnell fahren zu können.                                                  
Es sind einige Werkzeuge und Hilfsmittel für die richtige Fahrwerkseinstellung erforderlich. Auch hier kann man sehr tief in die Tasche greifen und teuere Werkzeuge namhafter Hersteller kaufen, damit man mit den Ergebnissen glänzen kann. Notwendig ist das aber nicht wirklich, sofern man nicht gerade um die Europa- oder Weltmeisterschaft fährt. Folgende Werkzeuge machen Sinn: Sturzlehre, Metalllineal, diverse Schraubendreher, vier einfache Waagen (bis 1000 gr.), eine saubere Unterlage im Format A2 mit Längs- und Querlinien im Abstand von 10 mm darauf und Setup Karten.                                                
Setupkarten kann man sich selbst herstellen. Auf ihnen werden die vorgenommenen Einstellungen und die Rennstrecke, für die sie vorgenommen werden, aufgezeichnet, damit die einmal geleistete Einstellarbeit zur Verfügung steht, wenn man mal wieder auf dieser Strecke fährt. Ob sie nun schön sind oder nicht, spielt keine Rolle. Sie sollten aber mindestens folgende Informationen enthalten: Grund-einstellung - Längen der Anlenkstangen, Differential- und Stossdämpferöle, Federvorspannung der Dämpfer, Motorritzel und Hauptzahnrad, Brushless Combo, Spurwinkel der Vorder- und Hinterachse sowie die Ausfederwinkel der Querlenker vorne und hinten. Nachdem das Setup fertig ist, werden dann die neuen Einstellwerte aufgezeichnet.                                                
A2 Einstellunterlage

Sie dient dazu, zu erkennen, ob das Chassis irgendwelche Schäden aufweise und ob die Spurwinkel an Vorder- und Hinterachse stimmen.                                                
Sturzlehre

Sie dient dazu, den Sturz der Räder gemäss Erfordernis richtig einzustellen.                                                
Metalllineal

Mit dem Metalllineal können Abstände genau eingemessen werden. Ausserdem erkennt man, wenn man es der Länge nach hochkant auf die Unterseite der Chassisplatte legt, ob diese noch gerade oder verbogen ist.                                                
4 Waagen

Wenn am Chassis alle Einstellungen vorgenommen sind, stellt man das Auto mit allen vier Rädern auf die vier Waagen (jedes Rad auf eine Waage). So kann man erkennen, ob die Räder einer Achse denselben Druck auf den Boden bzw. die Waagen ausüben. Weicht ein Rad ab, kann die Drucklast durch Veränderung der Federvorspannung und des Ausfederwinkels angeglichen werden.                                                
Die Fahrwerkseinstellung ist sicherlich eine Wissenschaft für sich und vollständige Angaben zur Vorgehensweise würden hier den Rahmen sprengen. Deshalb beschränken wir uns hier auf die o.g. Informationen. Es sollte so wie genannt möglich sein, ein Auto so einzustellen, dass die Einstellungen die Fähigkeiten des Fahrers unterstützen.    

                                        
Schrauben    Macht es Sinn, über andere, als die Originalschrauben nachzudenken?    

                                            
Man wird nicht umhin kommen, sein RC-Car von Zeit zu Zeit teilweise oder sogar ganz zu zerlegen, um es zu reinigen, zu warten oder zu reparieren. Dann merkt man recht schnell, dass die Originalschrauben oft nicht sehr hart sind und Schraubkreuze oder -schlitze sich ausnudeln. Um nicht in die Situation zu kommen, in der man einzelne Schrauben nicht mehr drehen, bzw. lösen kann, ist zu überlegen, die Originalschrauben ganz oder teilweise gegen hochwertige Inbusschrauben mit Zylinder-, Senk- oder Linsenkopf zu tauschen. Diese Schrauben sind im Handel für kleines Geld zu haben und nutzen sich auch dann nicht ab, wenn sie öfter mal gedreht werden. Sicherlich ist es praktisch, komplette Schraubensätze passend zum eigenen Modell zu kaufen, sinnvoller weil billiger ist es aber, passende Schrauben beim Fachhändler des Vertrauens in kleinen Päckchen zu kaufen. NIEMALS sollten Baumarkt- oder Spaxschrauben zum Einsatz kommen!    

                                            
Sommer/ Winter?    Gibt es einen Unterschied zwischen fahren im Sommer oder im Winter?

                                                
"Da gibt es, abgesehen von Wärme- und Kälteeinflüssen auf LiPo-Akkus (siehe LiPo-Akkus) durchaus erhebliche Unterschiede. Während die hart beanspruchten Kunststoffteile des Fahrwerks im Sommer eher geschmeidig und biegsam sind und dadurch auch härtere Einschläge aushalten, sind sie im Winter durch niedrige Temperaturen eher hart und glasartig spröde. Sie zerbrechen deutlich schneller. So wie viele Stoffe haben auch Kunststoffe eine ""Glasübergangstemperatur"" unterhalb derer sie sich deutlich spröder verhalten, als oberhalb. Bei den im Modellbau verwendeten Kunststoffen liegt die Glasübergangstemperatur etwa zwischen +5°C und -5°C. Man kann sich also als Faustregel merken, dass man nach Fahrten unterhalb +5°C mehr Ersatzteile braucht, als darüber. "


                                                
Räder und Reifen    Was gibt es für Unterschiede?    


                                            
Natürlich gibt es, passend zu jedem Fahrzeugtyp, unterschiedliche Räder und Reifen unterschiedlicher Qualität und natürlich, zu sehr unterschiedlichen Preisen. Wie immer besteht die Gefahr, für Produktnamen Sonderpreise zu zahlen, die augenscheinlich kaum gerechtfertigt zu sein scheinen. Billig ist nicht immer schlecht, teuer nicht immer gut. Es ist wohl niemand in der Lage, durch fühlen, drücken und knautschen, riechen oder quietschen zu erkennen, ob Räder und Reifen für das geeignet sind, worauf sie später fahren sollen. Was allen Rädern gemeinsam sein sollte, ist im Regelfall die Schaumstoffeinlage unterschiedlicher Festigkeit und die Verklebung des Reifens mit der Felge.                                                
Verschiedene Untergründe erfordern unterschiedliche Reifen. Loser Untergrund wie Split erfordert Reifen mit groben Stollen oder ein sogenanntes Traktorprofil. Auf Asphalt sollten es Strassenreifen, ähnlich dem auf Autos im Massstab 1:1 sein. Auf Lehmstrecken hat sich ein feines, weiches Pinprofil als besonders vorteilhaft gezeigt. Auf Sand, z.B. an Stränden funktionieren Sandpaddel besonders gut. Es hängt einfach vom Untergrund ab, welche Reifen gut geeignet sind. Hier sollte der Modellbaufachhändler helfen können.    


                                            
Reifeneinlagen?    Wozu sind Reifeneinlagen aus Schaumstoff notwendig?    

                                            
"Reifen von RC-Cars sind ""Halbluftreifen"", das heisst, sie enthalten Luft, werden aber nicht aufgepumpt und haben kleine Löcher in den Felgenkränzen. So kann die Luft bei harten Landungen entweichen und trägt so zur Federung und Dämpfung des RC-Car Modells bei. Die Schaumstoffeinlagen dienen dazu, den Reifen trotz des fehlenden Innendrucks eine gewisse Festigkeit zu verleihen. Ein weicher oder breiter Reifen ohne Reifeneinlagen aus Schaumstoff fährt und bremst hauptsächlich auf den etwas festeren Reifenrändern, also den Übergängen von den Reifenflanken zu dem Laufflächen. So nutzten sie sich dort schnell ab und irgendwann lösen sich die Reifenlaufflächen von den Reifenflanken und der Reifen wird zerstört. Ausserdem können die Reifen nicht wirklich Grip zum Untergrund aufbauen und das Modell ist schwer zu beherschen, weil wenig spurtreu und durch geringe Traktion auch nicht wirklich schnell (bevor es wirklich schnell wird, verliert es die Bodenhaftung). Es gibt je nach Anforderung unterschiedlich harte bzw. feste Schaumstoffeinlagen. Offroader haben eher weiche, Glattbahner eher harte Reifeneinlagen und Drifter?"    


                                            
Reifen verkleben?    Müssen Reifen mit den Felgen verklebt werden und wenn ja, warum?

 "Kurz gesagt, ja, sie müssen! Schon Serienmodelle erzeugen an den Rädern bzw. Reifen durch ihre Drehgeschwindigkeit erhebliche Kräfte, die die Gummireifen aufblähen und dafür sorgen, dass sie von den Felgen fliegen. Im Handel gibt es speziellen Reifenkleber, der die Reifen fest auf den Felgen halten, aber im Bedarfsfall ""abgekocht"" werden kann. Wichtig ist es, beim Reifenkleben eine Schutzbrille zu tragen (dies übrigens ohne Augenzwinkern, sondern mit vollem Ernst, sonst könnte das Augenzwinkern dauerhaft sein). Den Reifen mit der Hand auf die Felge ziehen, einen Abstandhalter, z.B. einen Nagel zwischen Felge und Reifen stecken, Reifenkleber in das Felgenhorn geben und mit dem Abstandhalter den Reifen entlang der Felge im Kreis kurz anheben. Wenn dabei das Rad langsam gedreht wird, läuft der Felgenkleber (sehr ähnlich zu Sekundenkleber) entlang des Felgenhorns um die Felge und verklebt anschliessend sauber Reifen und Felge. Dies wird an jedem Rad nacheinander an beiden Seiten vorgenommen und die Räder sind fertig verklebt. Fertig verklebte Rad- Reifenkombinationen sind im Handel erhältlich."    


                                            
Reifen entfernen?    Wie kann ich die Reifen, wenn sie abgefahren sind, von den Felgen wieder lösen?    


                                            
Das hat leider etwas mit Glück zu tun… Wenn die Reifen sowieso abgefahren sind und weggeworfen werden sollen, dann kann man sie auch zunächst mit einem Cuttermesser neben dem Felgenhorn abschneiden und abziehen. Haben die Felgen während der Renneinsätze keinen wesentlichen Schaden genommen, kann man sie wiederverwenden. Dazu gibt man sie in einen Topf mit kochendem Wasser und lässt sie dort für mindestens 45 - 60 Minuten. Danach nimmt man sie heraus (vorzugsweise nicht mit blossen Händen), trocknet sie ab und bricht die Reifenreste aus der Felge mit Hilfe von Werkzeugen wie einem Schraubenzieher oder Bastlermesser heraus. Durch das Kochen ist der Reifenkleber glasartig hart und verliert den grössten Teil seiner Haftung. In Einzelfällen kam es hier zu erheblicher Verbrennungsblasenbildung an des Reifenwechslers Daumen (an beiden). Also bitte Vorsicht. Manchmal klappt´s nicht und niemand weiss genau warum...

                                                
Reifenwahl    Wie wähle ich den richtigen Reifen für mich aus?

                                                
Grundsätzlich braucht man für Glattbahner glatte, wenig profilierte Reifen der jeweiligen Wunschhärte (und Wunsch ist hier das richtige Wort, denn wie in der Formel 1 unterscheiden sich kalte- von warmen Reifen erheblich). Grundsätzlich gilt, dass weiche Reifen mehr Grip haben, als harte Reifen, sich aber erheblich schneller abnutzen. Hochmotorisierte Glattbahner verbrauchen mitunter einen Satz Reifen mit weniger als drei Akkuladungen... Gleiches gilt für Offroader aller Art. Grobes Profil ist auch für grobes Gelände, feines Profil, wie feine Noppen ist für nahezu alle Untergründe brauchbar. Auch hochmotorisierte Offroader verschleissen Reifen, jedoch bedingt durch weniger festen und weniger griffigen Untergrund weniger schnell (ausgenommen natürlich Asphalt oder Pflaster). Schlussendlich muss man ausprobieren. Bei Crawlern ist es etwas einfacher. Meist handelt es sich um Beadlockfelgen, die die extrem weichen und stark profilierten Reifen zwischen mehreren Ringen einklemmen. Anschliessend werden die Ringe miteinander verschraubt. So muss nicht geklebt und kann einfach gewechselt werden.    

                                            
Felgen Offset?    Was heisst bei Felgen Offset?    

                                            
Es gibt für jede Fahrzeugart das passende Rad bzw. den passenden Reifen für den jeweiligen Untergrund. Die grobe Gestalt bleibt allerdings immer gleich. Buggys haben grosse, schmale Räder, Truggys grosse, sehr breite Räder, Monstertrucks noch grössere Räder usw., auch und nicht zuletzt, damit das eigene Fahrzeug seinen speziellen Charakter nicht verliert, ausser dies ist gewünscht. So bleibt eigentlich nur, das Reifenprofil und die Felgenoptik zu betrachten. Die Auswahl der jeweiligen Felgen ist eigentlich Geschmacksache. Geschlossene Felgen (Disc), Sternfelgen, Lochfelgen etc. - alles nur Optik. Wichtiger ist da schon das Offset (früher Einpresstiefe oder Felgenbett genannt - die älteren Modellbaufans kennen diese Begriffe noch...). Kein Offset heisst, dass die Verschraubung der Felge mit der Radaufnahme weit aussen an der Felge vorgenommen wird. Die Felge hat also wenig Einpresstiefe bzw. Offset. Breite Modelle wie Truggys oder Monstertrucks werden durch viel Offset noch viel breiter. Das kann gewünscht sein, oder sehr eigenartig aussehen. Wenig Offset verbreitert zwar nicht, schützt aber die Radaufnahmen vor grossen Steinen. Liegen sie innerhalb der Felge, sind sie geschützt.    

                                            
Fernsteuerung    27 MHz, 40 MHz oder 2,4 GHz?    

                                            
Grundsätzlich funktionieren alle Fernsteranlagen, die die o.g. Sende- und Empfangsfrequenzen nutzen. Auch die Einstell- und Programmiermöglichkeiten sind bei vergleichbar ausgestatteten Anlagen gleich.


                                                
27 MHz/ 40 MHz:     
   

Diese Systeme arbeiten mit festen Sende- bzw. Empfangskanälen, die durch die Verwendung von Quarzen ausgewählt bzw. verändert werden können. Mehrere Modell, die auf der gleichen Fequenz betrieben werden, stören sich gegenseitig, weil weder die Sender, noch die Empfänger die ihnen zugedachte Funkfernsteuerung eindeutig erkennen können. Zur Vermeidung gegenseitiger Störungen, verwendet man kleine farbige Fähnchen, die man an der Senderantenne befestigt. So sieht man, dass die eigene Fequenz schon benutzt wird, bevor man sein, oder andere Modelle versehentlich zu Schrott fährt, oder Unfälle mit möglichen Verletzten verursacht. Funkfernsteuerungen in diesen Frequenzbereichen erkennt man auch an recht langen Sende- und Empfangsantennen.     


                                    
2,4 GHz:        

"Bei diesen Funkfernsteuerungen werden Sender und Empänger ""gepaart"", das heisst, sie werden einander fest zugeordnet und erkennen sich immer, egal wieviele weitere 2,4 GHz-Funkfernsteuerungen noch in der Umgebung betrieben werden. Unfälle, die zu Verletzungen oder zu grossem Reparaturaufwand führen, können dann nur noch durch den Fahrer, oder andere verbaute technische Komponenten verursacht werden. "                                        
"Funkfernsteueranlagen, die im Frequenzband 2,4 GHz arbeiten, sind ""Stand der Technik"" und ermöglichen jederzeit Wettfahrten mehrerer Fahrer, ohne Rücksicht auf Frequenzen nehmen zu müssen. Es gibt jedoch insbesondere bei Spektrum Anlagen von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten, wenn Sanwa Anlagen anwesend sind. Warum das so ist, bleibt Geheimnis der Hersteller."


                                                
FS programmieren    

Was kann ich an meiner Funkfernsteuerung programmieren?   
                                            
Je nach Typ und Modell können von den Grundfunktionen bis hin zu komplexen Abläufen sehr viele Dinge programmiert werden.   
                                            
Grundfunktionen einfacher Funkfernsteuerungsanlagen:  
 


                                            
Trimmung - Bei jeder Funkfernsteuerung besteht die Möglichkeit die Kanäle zu trimmen (zu justieren). Wenn das Modell bei Neutralstellung der Lenkung (also bei losgelassenem Lenkrad) nicht geradeaus fährt, sondern zu einer Seite zieht, dann kann man dies mit Hilfe der Trimmung ausgleichen, sodass das Model wieder geradeaus fährt. Gleiches gilt, wenn das Modell bei Neutralstellung des Gashebels nicht stehen bleibt.                                                
Servo-Reverse (Servo Umkehr) - Wenn man ein Modell aufbaut, dann kann es passieren, dass beim Test der Funkfernsteuerung die Lenkung falsch herum funktioniert (Lenkeinschlag links - Rädereinschlag rechts), oder das Modell fährt bei Gashebelstellung rückwärts statt vorwärts. Dann kann man unabhängig voneinander die Steuerfunktionen mit Hilfe der Servo-Reverse Schalter umkehren, damit man es steuern kann.    


                                            
Absima CR4-T    Programmiermöglichkeiten am Beispiel der Absima CR4-T    

                                            
Bei dieser Funkfernsteuerung (selbstverständlich auch bei vergleichbar ausgestatteten Funkfernsteuerungen anderer Hersteller) kann man neben den Grundfunktionen (siehe oben) so ziemlich alles programmieren und einstellen, was einem in den Sinn kommt. Man kann für jede einzelne Steuerfunktion und jede Steuerrichtung unabhängig voneinander Stellwege, Stellgeschwindigkeiten und Stellkarakteristiken, ein fein einstellbares Antiblockiersystem, spezielle Lenkungseinstellung beim Einsatz von zwei Lenkservos (z.B. bei Crawlern), vollständige modellbezogene Einstellungen für bis zu 20 unterschiedliche Modelle und und und... programmieren. Bei dieser Funkfernsteuerung erfolgt die gesamte Programmierung und Einstellung über einen Touchscreen (berührungsempfindlicher Bildschirm), ähnlich wie bei modernen Smartphones. Sämtliche Einstell- und Programmiermöglichkeiten sind übersichtlich angeordnet, intuitiv zu bedienen und jeweils mit Hilfemenüs belegt. Rechts oben in der Ecke des Touchscreens ist jeweils ein Fragezeichen sichbar. Ruft man die Hilfe auf, bekommt man sie, bezogen auf die gerade aufgerufene Funktion. Kurz und verständlich erklärt, können auch Modellbauneulinge schon nach kurzer Zeit die Funkfernsteuerung vernünftig nutzen.


                                                
Telemetrie?    Was ist Telemetrie und wie funktioniert das?

                                                
Telemetrie heisst, dass nicht nur Steuerbefehle vom Sender zum Empfänger gesendet werden, sondern dass auch Daten vom Empfänger zurück zum Sender geschickt werden. So können Daten von Sensoren übertragen werden. Üblicherweise sind dies: Akkuspannung, Motor- bzw. Reglertemperatur (je nachdem, wo der Sensor platziert wird) und die Geschwindigkeit des Modells. Telemetrieempfänger übertragen in einigen Fällen zusätzlich die Empfängerspannung. Bei Modellen, die zusätzlich zum Fahrakku noch über einen Empfängerakku verfügen (meist Grossmodelle im Massstab 1:8 und grösser, deren Servos viel Strom benötigen), kann diese Information wichtig sein.    


                                            
Übertragungsge-    Was hat es mit der Übertragungsgeschwindigkeit von Fernsteuerungen auf sich?    


                                            
Geschwindigkeit    Unterschiedliche Fernsteuerungen arbeiten mit unterschiedlichen Übertragungstechniken und haben unterschiedliche Übertragungsge-schwindigkeiten. Einem reinem Freizeitfahrer, der auf freien Flächen oder Halden basht, wird eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit von Fernsteuerungsanlagen nicht auffallen, weil der Fahrstil an das gewählte Gelände angepasst ist und sich die Notwendigkeit von sehr schnellen Lenkeingriffen nicht wirklich ergibt.                                        
"Anders verhält es sich auf Rennstrecken mit vorgegebenem Streckenverlauf, die in möglichst kurzer Zeit zu fahren sind. Je schneller hier ein Lenk- oder Gas- bzw. Bremseingriff möglich ist, desto präziser kann man fahren und gegebenenfalls natürlich auch korrigieren. Während man mit einer ""langsamen"" Fernsteuerung ohne Korrekturmöglichkeit schon bei kleinen Fahrfehlern aus der Kurve rutscht, kann man mit entsprechend höherer Übertragungsgeschwindigkeit, natürlich in Kombination mit einem entsprechend schnell arbeitendem Lenkservo, problemlos eingreifen um zu korrigieren."                                                
Kurz zur Erklärung: Bei einer Geschwindigkeit von 35 km/h durchfährt ein RC-Car in einer Zehntelsekunde eine Strecke von etwa 1,0 m. Bei 70 km/h sind es schon etwa 2,0 m. Wenn man auf einer Rennstrecke beim einlenken nicht ganz den richtigen Moment erwischt, oder ein anderes Auto im Weg ist, dann muss korrigiert werden. Je schneller das möglich ist, desto besser. Wenn nun die Steuerung bei der Übertragung Zeit verliert und schlimmstenfalls ein eher langsames Servo verbaut wurde, dann durchfährt man bis zu dem Moment, in dem die Korrektur greift, eine zu lange Strecke und fliegt ab. Das war´s dann zum Thema Rennen...    


                                            
Servos    Was sind Servos und wozu werden sie gebraucht?    


                                            
Servos sind kleine Stellmotoren mit Getriebeuntersetzung, die mit dem Funkempfänger der Funkfernsteuerung elektrisch und mit Modellfunktionen (z.B. Lenkung) mechanisch verbunden werden. Servos führen im Modell die Bewegungen der Stellhebel des Funksenders proportional aus. Lenkt man am Sender 3/4 des Einschlagweges nach links, so lenken auch die gelenkten Räder des Modells 3/4 des möglichen Lenkeinschlages nach links, sofern nicht am Sender eine andere Programmierung vorgenommen wurde. Es gibt unterschiedlich starke Servos (Stellkraft in kg), Servos mit Metall- oder sogar mit Titangetriebe, digitale und analoge Servos und Servos unterschiedlicher Baugrösse (entspr. Modellmassstab). Je nach Anwendungsbereich und Geldbeutel ist die Auswahl riesengross.    


                                            
Analog/ Digital?    Analog-/ Digitalservos    


                                            
Analog- und Digitalservos funktionieren grundsätzlich gleich. Sie führen die Steuerbefehle, die der Empfänger liefert aus und setzen sie in Bewegung um. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Steuerimpulse. Sie liegt bei Digitalservos viel höher. Digitalservos sind also präziser und korrigieren schneller.    


                                            
Servos mit    Servos mit Kunststoffgetriebe (€ 10,- bis € 20,- im Handel)


                                                
Kunststoffgetriebe    

Neben der Baugrösse ist die Stellkraft des Servos entscheidend für den Einsatzzweck des Servos. Die Stellkraft ist in erster Linie abhängig von der Getriebeuntersetzung und vom Material, aus dem das Getriebe gefertigt ist. Stellkraft, die das Getriebe nicht aushält, ist vergeudet. Sehr einfache und günstige Servos arbeiten mit Kunststoffgetrieben. Diese Servos verfügen über stark begrenzte Stellkraft und Stellpräzision. Ausserdem ist die Stellgeschwindigkeit eher gering. Kunststoffgetriebe leiden stark, wenn der Servosafer (Schutz gegen Schläge in der Lenkung beim Aufprall) nicht sehr weich eingestellt ist. In ungünstigen Fällen reicht ein Einschlag aus, um die Kunststoffgetriebe zu zerstören. Sie eignen sich für einfache Automodelle, an die kein grosser Anspruch hinsichtlich Geschwindigkeit oder Lenkräzision gestellt wird.    


                                            
Servos mit Metall-/     Servos mit Metall und Titangetriebe (€ 20 - € 200,- im Handel)


Servos mit Metallgetriebe können deutlich grössere Stellkräfte bei erheblich besserer Stellgenauigkeit und Stellgeschwindigkeit liefern, als Servos mit Kunststoffgetriebe. Sie sind zwar teurer, als einfache Servos mit Kunststoffgetriebe, lenken aber bei Bedarf schneller und präziser und sind deutlich robuster, auch dann, wenn das Servo harten Belastungen ausgesetzt wird. Servos mit Titangetriebe sind die teuersten und hochwertigsten ihrer Art. Titan ist sehr hart und sehr leicht. Die Getriebe halten also sehr lange und sind äusserst robust. Ausserdem sind sie in der Lage, wegen des leichten Titanmaterials und der deshalb sehr geringen Masse, die bewegt werden muss, extrem hohe Stellgeschwindigkeiten zu realisieren, wo sie gebraucht werden. In den meisten Fällen jedoch, sind keine Titangetriebe verbaut, sondern titanbeschichtete Aluminiumgetriebe. Hier wäre dann mit Blick auf Stabilität und Haltbarkeit ein Stahlgetriebe sinnvoller.


                                                
BL Servos?    Wie unterscheiden sich brushed und brushless Servos?    


                                            
Der Unterschied zwischen brushed- und brushless Servos ist analog zur Motorisierung von RC-Car Modellen mit Elektroantrieb. Die Antriebsmotoren der beiden genannten Servotypen unterscheidet sich. Brushlessmotoren haben einen hohen Wirkungsgrad, können also aus derselben Menge Strom mehr Bewegungsenergie gewinnen. Sie haben entweder mehr Kraft bei gleicher Stromaufnahme, oder weniger Stromaufnahme bei gleicher Kraft. Meistens haben Brushlessservos auch eine sehr hohe Stellgeschwindigkeit. Brushless-Servos mit Metall- oder Titangetriebe sind die hochwertigsten und damit leider auch teuersten erhältlichen Servos.    


                                            
Servo Stellge-    Wie wirken sich unterschiedliche Stellgeschwindigkeiten von Servos aus?


                                                
schwindigkeit    Abhängig von der verbauten Technik haben Servos unterschiedlicher Qualität unterschiedliche Stellzeiten. Grundsätzlich gilt: Je höher die Stellgeschwindigkeit und Stellkraft, desto höher der Preis. Allerdings ist es sinnvoll, weniger bekannte Marken in Betracht zu ziehen, denn diese können bei gleichen Leistungsdaten und gleicher Qualität bis zu 50% günstiger sein, als die bekannten teueren Markenservos. Servostellzeiten von 0,15 bis 0,20 Sek. stören beim bashen auf freiem Gelände und mit hohen Geschwindigkeiten nicht wirklich. Auf Rennstrecken sind Stellzeiten von 0,10 Sek. und weniger sinnvoll. Wie schon im Punkt Übertragungsgeschwindigkeit von Funkfernsteuer-anlagen beschrieben, ermöglichen auch schnelle Servos auf Rennstrecken schnellere Rundenzeiten, weil man besser korrigieren kann.                                                


Servohörner/-safer    Servohörner/ Servosafer    


                                            
Servo Hörner und Servo Safer werden benötigt, um die Drehbewegung von Servos in die gewünschte mechanische Reaktion des RC-Cars umzuwandeln. Die Lenkmechaniken unterschiedlicher RC-Car Modelle enthalten normalerweise immer einen Servosafer, damit die Servo-getriebe nicht durch Schläge in der Lenkung zerstört werden können. Dabei ist der Servosafer entweder direkt am Servo montiert und greift dann auf die Lenkmechanik zu (überwiegend bei Modellen bis 1:10), oder der Servo Safer ist ein Teil der Lenkmechanik des Modells. In diesem Fall wird am Servo ein Servohorn montiert und über eine längenverstellbare Zug-/ Schubstange mit der Lenkmechanik bzw. mit dem Servo verbunden, um die Servobewegungen zu übertragen. Anders als bei RC-Cars mit Elektroantrieb benötigen Verbrennermodelle ein zweites Servo, das normalerweise mit einem Servohorn versehen ist und sowohl den Vergaserschieber betätigt, um Gas zu geben, als auch die mechanische Bremse um zu bremsen.                                                
Bei der Montage von Servohörnern bzw. Servosafern ist es wichtig, dass sie sehr fest auf dem Servo sitzen. Kraftaufwand beim Aufsetzen ist hier erwünscht. Sitzen die Bauteile zu locker, dann passen sie nicht richtig auf das Servozahnrad und können unter Last auf der Verzahnung verrutschen. Das Modell fährt dann nicht mehr geradeaus. Die Verschraubung sollte natürlich ebenfalls fest sitzen.


                                                
Servozahnung    Gibt es Unterschiede bei der Zahnung des Servoausganges?


                                                
Die meistverbreitete Zahnung bei Servos ist 25 Zähne. Manchmal, je nach Servohersteller können es auch 23- oder 24 Zähne sein. Beim Kauf eines Servohorns muss darauf geachtet werden, sonst passen Servohorn, bzw. Servosafer und Servo nicht zueinander.


                                                
Servo-    Gibt es Servos in verschiedenen Grössen?

                                            


Natürlich gibt es Servos unterschiedlicher Grösse. Dies reicht von Mikro- bis Jumbo… Bei RC Cars der Massstäbe 1:10 und 1:8 kommen üblicherweise Servos in Standardgrösse zum Einsatz. Bei kleineren Massstäben sind sie kleiner, bei grösseren Massstäben grösser. Analog dazu variieren natürlich auch die Stellstärken von wenigen Gramm bis hin zu vielen Kilogramm.


                                                
Servoschäden    Warum gehen Lenkservos kaputt?    


                                            
Es gibt unterschiedliche Ursachen für Schäden an Lenkservos. Meistens sind Lenkservos zu schwach dimensioniert, d.h. zu wenig Stellkraft oder ein zu schwaches Getriebe (Kunststoff). Dies kommt bei RTR Autos extrem oft vor, weil aus Kostengründen sehr billige und einfache Servos verbaut werden.                                                
Hat man ein hochwertiges und zum Fahrzeug passendes Servo (Stellkraft/ Stellgeschwindigkeit etc.) verbaut und es geht trotzdem kaputt, dann sollte vor dem Einbau eines neuen teuren Servos die Leichtgängigkeit der Lenkmechanik und die Funktionsfähigkeit des Servosafers (Servoschutz) geprüft werden. Der Servosafer federt harte Schläge ab, die das Getriebe des Servos beschädigen können. Oft sammelt sich darin Schmutz, der den Servosafer blockiert. Ein blockierter Servosafer zerstört jedes Servo jeder Preisklasse!                                                
Ist der Servosafer funktionsfähig, dann kann es an der Lenkmechanik ein Problem geben. Die Lenkmechanik muss völlig freigängig sein und darf keine Beeinträchtigung zeigen. Es können Kugelköpfe schmutzig, verbaute Gleit- oder Kugellager beschädigt, oder andere Teile der Lenkmechanik verklemmt sein. Man muss die Mechanik auch im komplett ausgefederten Zustand prüfen. Wenn die Querlenker zu weit ausfedern, können z.B. Pivotbälle in ihrer Pfanne blockieren oder zu schwergängig sein. Dann müssen die Ausfederbegrenzer (Maden-schrauben in den vorderen Querlenkern, nah bei den Differentialausgängen weiter hereingedreht werden. Das Auto liegt anschliessend etwas tiefer, lässt aber das Servo leben.    


                                            
Lexan® Karosserie    Karo - schneiden, lochen, abkleben, lackieren, bekleben    


                                            
"Es gibt für jedes, noch so exotische RC-Car Modell eine passende Karo (Karosserie), oder eine Karo, die man anpassen kann. Die ""fahrbaren"" Karos bestehen normalerweise aus klarem Lexan®. Lexan® ist ein Produktname der BAYER AG für Polycarbonat. Wenn also mal nicht Lexan®, sondern Polycarbonat oder ""PC"" an einer Karo steht, dann ist das kein Nachteil. Bei PVC sieht das schon anders aus. PVC hält den ""normalen"" Fahrbetrieb mit seinen Beanspruchungen weniger gut aus und ist billiger."                                                
"Es gibt unlackierte, also klare Karos (Clear Body), oder fertig lackierte, sowie fertig bedruckte Karos im Handel zu kaufen. Zum ""verballern"" sind einfache, fertig bedruckte PVC Karos gut genug, wenn das Design gefällt. Meistens sind sämtliche Scheiben bedruckt und werden dann später durch mitgelieferte Aufkleber wieder hervorgehoben. Wer es individueller mag, oder sein RC-Car beim Fahren mit Freunden besser erkennen können will, der kauft einen Clear Body und lackiert selbst."


                                                
Lexan® schneiden    Wie schneidet man Lexan® Karos richtig aus?


                                                
Zunächst braucht man, wie immer beim Modellbauen das richtige Werkzeug. Man kann Karos mit einer kleinen, gebogenen Nagelschere ausschneiden, jedenfalls wenn man von der Gattin dabei nicht erwischt wird und wegen der kurzen Scherenschenkel an den Fingern eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit sein Eigen nennt. Alle Anderen sollten zu einer Lexanschere greifen. Damit geht es leichter und man bekommt zu Hause keinen Ärger. Lexanscheren gibt es im Handel schon ab € 5,-. Sie sind an der Spitze leicht gebogen und erleichtern so die Kurvenschnitte an den Radkästen bzw. Radhäusern.                                                
Bevor es losgeht, sollte man sich die Karo einmal anschauen. Man erkennt von aussen leicht erhabene Prägungen der vorgesehenen Karosserielinien. Diese Linien sind nicht aus jedem Betrachtungswinkel gleich gut zu erkennen. Damit man die Karo nicht verschneidet, ist es empfehlenswert, die Linien mit einem feinen Marker von aussen nachzuziehen (Lexan Karos haben aussen eine Schutzfolie. Die Linien bleiben also nicht auf der Karo.). Beim Schneiden sollte zunächst der untere, im 90° Winkel abstehende Rand abgeschnitten werden, damit die Karo weniger sperrig ist. Anschliessend werden (so macht´s jedenfalls der Verfasser) die Radöffnungen ausgeschnitten. Wenn man mit der Schere so schneidet, dass die Prägelinien ganz fein an der Karo bleiben, ist sie später weniger empfindlich gegen Einreissen. Die Schnitte müssen immer gleichmässig und in einer Linie ausgeführt werden. Mehrfaches Ansetzen der Schere führt zu feinen Verletzungen der Karosseriekanten. Schliesslich werden vorn, hinten und an den Seiten die Überstände abgeschnitten und fertig ist die Karo.    


                                            
Karo lochen    Wie findet man die richtigen Positionen für die Karosseriebefestigungen?


                                                
Bei sehr vielen Karos, insbesondere, wenn man die Originalkaro zu seinem Modell nachkauft, sind die Befestigungslöcher schon gebohrt. Wenn nicht, sollten die Löcher gebohrt werden, bevor die Karo lackiert wird. Es gibt zwei Möglichkeiten die Lochposition festzulegen. 1. Man lagt die Karo, natürlich richtig ausgerichtet auf die Karosseriestützen des RC-Cars und markiert die Lochpositionen mit einem Filzstift. 2. Man besorgt sich Markierköpfe (spitze, kegelförmige Aufsätze für die Karosseriestützen), setzt sie auf die Karosseriestützen, legt die Karo richtig ausgerichtet darauf und drückt mit den Spitzen der Markierköpfe leichte Abdrücke in die Karo. Das funktioniert dann auch bei fertig lackierten Karos problemlos. Anschliessend kann man mit einem Akkuschrauber herumwurschteln und herausfinden, wie schlecht das funktioniert, oder man besorgt sich einen Karosseriebohrer (ab etwa € 10,- im Handel), mit dem man händisch problemlos exakte und gratfreie Löche an der richtigen Stelle bohrt.    


                                            
Karo abkleben    Wie klebt man auf der Karo richtig ab?    


                                            
"Lexan® Karos werden von innen lackiert (so kann später der Lack bei crashes nicht abplatzen oder sich abschleifen). Demnach muss auch im Inneren der Karo abgeklebt werden. Wenn man beim Schneiden oder Bohren fettige Finger hatte, dann muss dieses Fett zunächst entfernt werden. Lauwarmes Wasser mit Spülmittel ist dafür am Besten geeignet. Nach dem Abtrocknen kann´s dann losgehen. Die Abkleber für die Fenster liegen meistens der Karo bei. Wenn nicht, sollte man in einem ruhigen Moment weitermachen. Wenn man zusätzlich zu den Fenstern noch mehr abkleben will, sollte man das nicht mit handelsüblichem Kreppklebeband machen, denn dort zieht fast immer etwas Lack darunter und das Ergebnis gefällt anschliessend nicht. ""Masking Tape"" für den Modellbau kostet zwar ein Paar Euro, ist aber gut angelegt, damit´s später gut aussieht. Muster nach Wunsch abkleben (so, dass später die hellste Farbe zuerst lackiert werden kann) und es kann losgehen. Kurven und Fensterflächen mit breitem Masking Tape abkleben und anschliessend mit einem scharfen Messer die Form ausschneiden."


                                                
Karo lackieren    Wie lackiere ich richtig?


                                                
"Zum Lackieren von Lexan(R) Karos unbedingt Lexanlack verwenden! Ungeeigneter Lack blättert später ab und die Karo sieht furchtbar aus. Kurz vor dem Lackieren unbedingt noch einmal nachschauen, ob sich das Masking Tape nirgendwo hochgezogen hat. Notfalls mit einem Fingernagelrücken erneut andrücken und loslegen. Die hellste Farbe sollte zuerst lackiert werden. Dabei immer in mehreren Schichten dünn lackieren, damit der Lack nicht abläuft. Vor jedem Sprühgang erneut kontrollieren, ob das Tape noch richtig klebt. Wenn man die Karo jeweils kurz gegen Licht hält, sieht man, ob die Lackierung gleichmässig ist. Das ist bei nicht stark deckenden Farben, wie gelb, rot oder blau besonders wichtig. Die o.g. Farben sollten nach dem Trocknen mit weissem Lack hinterlegt werden, damit sie etwas kräftiger werden. Anschliessend ggf. die Abklebung, wie vorgesehen, ganz oder teilweise abziehen und entweder die weiteren Farben, wie o.g. lackieren, oder über das Ergebnis freuen. Man kann die Fenster mit Hilfe des Lackfarbtones ""Smoke"" leicht oder stärker tönen, wenn es gefällt. Wenn der Lack vollständig durchgetrocknet ist (z.B. am folgenden Morgen) kann man die Schutzfolie der Karo abziehen."    


                                            
Karo bekleben    Gibt es beim Bekleben der Karo etwas zu beachten?


                                                
Meistens sind die Karosserieaufkleber auf dem Bogen vorgestanzt, damit man sie einfacher verarbeiten kann. Wenn nicht, macht es keinen Sinn zu versuchen, sie exakt auszuschneiden. Die Aufkleber sind farbig auf eine klare Folie gedruckt. Man kann also ruhig 1-2 mm weit entfernt vom eigentlichen Aufkleber schneiden. So kann man sich kaum verschneiden und der kleine Rand ist auf der Karo unsichtbar. Es ist bei grossen Aufklebern schon mal etwas schwierig, sie in der richtigen Position anzubringen. Bei grossen Aufklebern sollte die Trägerfolie etwa 1 cm weit abgezogen und dann umgeknickt werden. Dann kann man die Aufkleber normalerweise in Ruhe ausrichten und ansetzen. Klebt der erste Rand, zieht man die Trägerfolie ganz ab und streicht der Aufkleber mit den Fingern fest, damit dahinter möglichst keine Bläschen bleiben. Sehr kleine Aufkleber zuerst auf leicht auf die Spitze eines Messers kleben, dann mit dem Messer ausrichten und mit dem Finger andrücken. So sitzen sie später gerade und sehen nicht eigenartig aus.


                                                
Karo schützen    Kann man die Karo vor Schäden schützen?    


                                            
"Man kann. Trotzdem besteht sie nicht aus unzerstörbarem Kunststoff. Wie immer im Leben gilt auch hier: Man kriegt´s kaputt! Es gilt aber auch: Vorsorge schützt. Karos zerbrechen oder zerreissen nicht an Dach oder Motorhaube. Sie reissen vom Rand her ein. Das kann an kleinen Unregelmässigkeiten beim Schnitt liegen, oder an grossem Pech. Ist erst ein Riss da, dann reisst er auch weiter. Das liegt daran, dass die Einreissfestigkeit immer höher ist, als die Weiterreissfestigkeit (ähnlich wie bei Telefonbüchern, sind sie leicht eingerissen, schafft´s fast jeder...). Es geht also darum, Risse zu verhindern, nicht sie zu reparieren. Das ist recht einfach möglich und sollte schon erfolgen, nachdem der Lack vollständig getrocknet ist und bevor das erste Mal gefahren wird. Im Handel gibt es ""Glasfasertape"". Es sieht ähnlich aus wie Tesafilm, enthält jedoch lange, längs verlaufende Glasfasern, die ihm unglaubliche Reissfestigkeit verleihen. Dieses Tape wird sorgfältig entlang der Karosseriekanten von innen auf die Karo geklebt und man hat einen ordentlichen Schutz. Kommt es trotzdem zu einem Riss, gibt es füllenden Spezialkleber, der von Innen auf den Riss geklebt, die Stabilität der Karo wieder herstellt"